Ich finde es total doof, dass jetzt überall enttäuschte Gesichter zu sehen sind. Heute hat ein Bekannter zu mir sogar “herzliches Beileid” gesagt – nachdem ich vor nicht allzulanger Zeit tatsächlich einen Trauerfall in der Familie hatte, dachte ich, das sei darauf gemünzt – allzu oft sehen wir uns nicht.
Aber nein, es galt der Tatsache, dass die deutsche Mannschaft gestern aus dem Wettbewerb, bzw. aus dem Wettbewerb um Platz 1 ausgeschieden ist.
Ob für mich jetzt nicht auch eine Welt zusammengebrochen sei – nein, ist sie nicht. Natürlich bin ich auch traurig, aber letztlich überwiegt doch die Freude und die Sympathie gegenüber dem Team, das eine grossartige Leistung gebracht und ein famoses, begeisterndes Turnier gespielt hat.
Ich frage mich, ob diese Eigenschaft, dieses Nölen, dieses himmelhochjauchzend aber dann aber auch bitte sofort wieder zu Tode betrübt, eine typisch deutsche ist. Mir gefällt sie nicht.
Ich freue mich, ich freue mich, dass man sich nicht mehr schämen muss, mit Glück weitergekommen zu sein, dass die blöden bis zum Exzess zitierten “deutschen Tugenden” nicht mehr ständig rausgekramt werden, ich freue mich auf das Spiel um Platz 3, weil es Spass gebracht hat, den Jungs da auf dem Platz zuzuschauen und weil ich auch stolz auf sie bin, dass sie es so weit gebracht haben.
Als wäre das selbstverständlich gewesen!?
Sagen Se mal..