Huch! Im Urlaub ist ein Unfall passiert – kaum hatte ich mich mit den Folgen auseinander gesetzt und mich ins Wechselbad der Gefühle begeben, wars auch schon wieder vorbei.
Huch! Im Urlaub ist ein weiterer Unfall passiert – diese Folgen, Hand kaputt und AUA! kommen nächste Woche in die Röhre, weil Röntgen alleine keine richtungsweisenden Erkenntnisse ergeben hat.
Tabletten abgesetzt und schon häng ich wieder wie ein Schluck Wasser in der Kurve – irgendwie funktioniere ich nicht ohne chemischen Input.
Meine Nachbarin steht morgens um 08.00 Uhr mit einem kleinen Eimerchen an ihrem Auto und pickt die über Nacht heruntergefallenen Kastanienblüten herunter – danach reibt sie das Auto mit einem Staubtuch ab. Merke: mein Leben ist trotz allem WIRKLICH ausgefüllt – und falls doch mal nicht – niemals und zu keiner Uhrzeit werde ich Blüten von meinem Auto zupfen, um es danach glänzend zu polieren!!!
Ich habe eine neue Buchung: Ärztekongreß. 70 Personen – ich bereite das Vor- und Nachspeisenbuffet zu. Wird doch!
In der Supermarktwarteschlange: Little M. dreht sich zu einer älteren Dame um:” Du kannst ruhig vorgehen, Du bist ja schon alt!” – die Frau schaut sehr freundlich, als wollte sie gleich etwas in der Art von “oh Du entzückendes, wohlerzogenes Kind” sagen, da schiebt little M. nach:”bestimmt stirbst Du bald“ (…)
Im Moment mache ich kaum etwas, ausser dem, was zwingend auf dem Plan steht. Die Renovierung hat meine ganzen Kräfte beansprucht und im Moment befinde ich mich in der Erholungsphase.
Eine Freundin, die ich aufgrund unserer jeweiligen Umstände schon seit fast 3 Jahren nicht mehr gesehen habe, hat dieser Tage gefragt, ob wir uns nicht endlich mal wiedersehen wollen. Sie sei bei IKEA, ob ich Lust hätte, dazu zu kommen.
Ich hatte Lust, ich mag die total, und fuhr hin. 10 Uhr war ausgemacht. Um 10 Uhr war ich da.
Um 10.15 die SMS – es dauert noch 20 Minuten – macht nix, ich hab ja ein Buch dabei…
Um 11.00 Uhr sehe ich meine Freundin, wie sie den Gang zum Restaurant entlang kommt, kurz einen Blick ins Restaurant wirft und dann in aller Seelenruhe in der “Kinderabteilung” stöbern geht.
Da kommt jemand eine Stunde zu spät zur Verabredung und nimmt sich dann nach einem kleinen Schulterblick erstmal ausgiebig Zeit, die neuesten Spielsachen und Bücher von Ikea durchzuschauen – boah, war ich geladen.
Auf dem Weg nach draussen laufe ich ihr dann doch noch in die Arme, ein kreischendes “hallo, wie schöööön, ich war schon kurz davor, Dich ausrufen zu lassen”, begleitet ein strahlendes Lächeln, das sich auch dann nicht trübt, als ich bedauerlicher Weise verkünden muss, bereits wieder auf dem Heimweg zu sein. “Ohhh, wie schade, ich hab mich soooo gefreut!!!” – ja, ICH auch, aber wirklich!
Andererseits weiss ich jetzt auch, warum wir uns so lange nicht gesehen haben…
Frau Palmenstrand, die niemanden ausser ihrer Schwester und 2 Menschen, die sie persönlich eigentlich garnicht kennt, über ihre Identität aufgeklärt hat, muss sich nach Kommentar Nr.3 fürchterlich schämen gehen, und sich überlegen, ob sie den Menschen in ihrem Umfeld dann und wann nicht ein wenig vertrauensvoller begegnen möchte, um Verletzungen anderer zu vermeiden…
Bin ichs wirklich, oder ist das, was mir durch den Kopf geht nur menschlich?
Seit vielen Jahren habe ich eine Freundin, die aus sehr wohlhabendem Hause stammt. Das ich es nicht in dem Ausmasse war (wohlhabend) hat unserer Freundschaft keinen Abbruch getan, aber es war schon immer zumindest beeindruckend zu sehen, was sie alles hatte. Das neueste schickeste Auto, die stylischsten Klamotten, Schmuck, Frisuren, Handys, Zimmereinrichtung, Urlaubsorte – immer alles schick und teuer – und mal eben ein Wochenende nach London zum Shoppen, war auch ganz normal. (ich habe mir dann die Reiseberichte angehört)
Das ging irgendwie immer so weiter. Sie hatte einen stylischen Job, einen im öffentlichen Leben stehenden Mann, Berühmtheiten an ihrer Seite und und und.
Jetzt hat sie ein cooles Haus, einen tollen neuen Mann und ein entzückendes Kind – und ich gönne ihr das alles von Herzen, denn auch wenn sich das nach dieser Aufzählung nicht so anhört, sie hat es ganz schön schwer gehabt, gesundheitlich – und darauf kommt es ja eigentlich tatsächlich an – wie meine Mutter so unfassbar gemein sagte: da hat auch das ganze Geld nicht geholfen… (zum Kotzen!!) – also ja, wie gesagt, wir sind Freundinnen, schon lange, und wir haben uns wirklich wirklich wirklich richtig gern.
Gestern hat sie mir erzählt, dass sie zum Geburtstag eine digitale Spiegelreflexkamera bekommt – dann hat sie mir das Modell genannt – und für einen kleinen, klitzekleinen Bruchteil einer Sekunde hatte ich ein Triumphgefühl – denn ich habe mir auch gerade eine gekauft, und zwar ein höher wertiges, besser ausgestattetes Modell, die tollste Kamera überhaupt (…)
Und so schnell das minikleine Triumphgefühl kam – so schnell war es auch wieder weg und jetzt schäme ich mich fast für meine Gedanken…
.. wird nicht mehr von seiner leiblichen Mutter ausgetragen – Gott sei Dank ist es soweit, ist das nicht wunderbar?
Während es bei uns noch immer nicht erlaubt ist, machen uns die Amis gerade immer deutlicher vor, wie wenig man sich nur noch anstrengen muss, um heutzutage ein Kind zu bekommen.
Wenn ich also 50 bin, irgendwo noch zufällig ein paar von meinen eingefrorenen Eier rumliegen habe und die gerne noch nutzbringend in meine Zukunft investieren möchte, suche ich mir eine Leihmutter, die macht dann den ganzen Stress für mich und ich zieh mein Kind dann mit der Flasche groß, an dem bis dahin labbrigen Lappen möchte eh kein Kind mehr saugen.
Ich bin davon begeistert, dass das nun nicht mehr nur für Frauen und Paare möglich ist, die nicht in der Lage wären, selbst ein Kind auszutragen, sondern für alle, die genug Geld zur Verfügung haben.
Was ein Leben – kein durchgekotzter Morgen mehr, nur noch 3 mal am Tag zum Pinkeln aufs Klo, Ts, was sind Schwangerschaftsstreifen? Fressanfälle, Stimmungsschwankungen, Heulattacken?
Keine Schmerzen, Ödeme mehr, ganz zu Schweigen vom attraktiven Watschelgang, kein Pressen, kein Reissen, kein Schneiden, keine Nadeln, keine zum Bersten platzende oder triefende Brüste, kein Wochenbettfluß – nie wieder Matratzen zwischen den Beinen – booooaaaah wie geil!
Vielleicht könnte man mit der Leihmutter ja auch nen Deal machen, dass sie die Kinder nimmt, bis sie, hm sagen wir 18 sind – das wäre perfekt, dann würde ich noch 10, ach, was sag ich 20 Kinder bekommen – lassen!!
Meine neuesten Erkenntnisse sind vermutlich weder neu und wissenschaftlich schon garnicht fundiert, nichts desto Trotz kam mir das heute so im Laufe eines Telefonats mit meiner Tante.
Wir unterhielten uns übers Wetter und sie fragte mich, ob es bei uns heute auch schön werden soll. “Keine Ahnung”, sagte ich, “aber die Vögel zwitschern schon ordentlich, vermutlich also schon.”
Woraufhin sie erwiderte:”die werden von der Natur ganzschön verarscht!”
Dieser Satz ist dann hängen geblieben und ich habe mich gefragt, ob es vielleicht einfach so ist, dass die vielzitierte globale Erwärmung eben gerade das mit sich bringt: Jahreszeiten, auf die kein “Verlass” mehr ist. – eher als dass es jetzt immer und kontinuierlich wärmer wird. Wie sehr beschweren sich die Leute immer, wenn es keinen “richtigen” Sommer gibt etc. aber vielleicht ist das ja nun einfach vorbei? Ich kann mich erinnern, als das kleinste Mamasitokind geboren wurde, hatte es 4 Wochen lang um die 25 – 30° – das war Wahnsinn, denn er kam mit nichten im Sommer zur Welt. Stattdessen war der Sommer verregnet und es hatte Temperaturen um 18°.
Vielleicht müssen wir einfach mehr das nehmen lernen, was wir bekommen, weil es nämlich immer genau so kommen kann, wie wir es nicht erwarten!? Nicht dass das leicht wäre, aber vermutlich, ich hasse diesen Satz, aber vermutlich ist so eben das Leben!?!!
So, das war mein Wort zum Sonntag – allen einen schönen Tag )
Weihnachten haben wir gut über die Bühne gebracht, viel zu viel gegessen und getrunken, viel zu viele Geschenke unter dem Baum liegen gehabt – maßlos, das muß anders werden – und nun freue ich mich auf den morgigen Abend. Ganz im Gegensatz zu den vergangenen Jahren werden wir den morgigen Abend in aller Gemütlichkeit mit Schnittchen, Heringssalat, Spielen und einschlägigem Fernsehprogramm zu Hause verbringen.
Zwischendurch dachte ich noch, es wäre vielleicht besser, zu unseren Freunden zu gehen, die uns zu einer kleinen Feier eingeladen hatten – als Ablenkung quasi und um nicht im Trübsinn zu versinken – aber jetzt bin ich froh, dass wir so zwanglos vor uns hin dümpeln können.
Vorhin während des Einkaufens habe ich eine Packung Wunderkerzen für die Mamasitos erstanden und musste mich dabei durch völlig wahnsinnig gewordene Menschenmassen wühlen, die sich um die Feuerwerkskörper gedrängt und sich dabei die Raketpakete schier aus den Händen gerissen haben.
Das allein fand ich schon reichlich seltsam, die Dinger sind ganzschön teuer und auch wenn ich selbst ganz gerne zum Feuerwerk raufschaue, verstehe ich doch nicht, warum man SO VIEL dafür investieren muss, dass man sich fast dafür prügelt.
Egal, mir ist dabei auch gleich wieder dieser entsetzliche, völlig gestörte Typ eingefallen, der vor einigen Tagen mir gegenüber im Zug saß. Er sprach einen grässlichen Dialekt und belaberte unentwegt ein kleines, vielleicht 3 jähriges Mädchen, das mit ihrer Mama unterwegs war und neben uns saß. (in einer Lautstärke, die den gesamten Zug mit einschloss)
“Na, Duuuuu, wo kommsch’n Du häär?” Kind reagiert nicht
“Hä, woooo kommsch Du denn häääääar??” “aussoundso”
“Unn, wo fäärsch Du hinn?? “zu Omi und Opi”
“Musch Deiner Mamma sagn, dassie Dia Knallärbsn und Rakätn kaufn soll, des knallt und schdingt so schöön” (???)
“Gell, sags Deiner Mamma, dann kannsch mitknallä” “Mama, was meint der??”
“S’isch Silveschtä, waisch, da werdä die Hexä verdriiiebe, waisch, die böse Hexä!!!” “Was wollen die Hexen denn??”
“Waisch, wenn ma gaaanz laud knallt, Knallärbsn schmeissd und Rakätn abschiessd, dann kriiiege die böse Hexä Angschd un haue ab!” “und wenn man nicht knallt??”
“Ha dann bleibät se da und machen weider mit allem bösen!” (große Augen macht und grumpfelt) (AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRRRRGGGGGGGGGGHHHHHHHHHHHHHHH)
“Waisch, früha, da habet se die Hexä bei lebendigem Leib verbrannt, waisch, uff en Scheiterhaufä und angezündet…”
Das war dann der Moment, in dem meine bessere Hälfte eingegriffen hat und ihn gefragt hat, ob er wohl nun endlich mal sein blödes Geschwätz sein lassen könnte. Was ein Vollidiot – die Kleine war völlig verwirrt, die Mutter zu höflich oder auch zu geschockt, um etwas sagen zu können – und er war dann (lauthals) eingeschnappt, weil er doch so wertvolle Wortbeiträge zu leisten hatte und wir sie nicht zu würdigen wussten…
Nun, und heute habe ich also ganz bewusst keine Knallerbsen gekauft ))
Euch und Ihnen allen ein wunderschönes, gesundes und glückliches neues Jahr – kommt gut rüber !!!!
…frage ich mich, ob ich wirklich ein so schwieriger Mensch bin, wie ich zu sein scheine
…bin ich mir nicht sicher, wie man mich sieht
…zweifle ich an mir und an meiner Umwelt, so sehr, dass sich in meinem Innern ein Kloß bildet, der es mir unmöglich macht zu atmen
…würde ich am liebsten den Kontakt zu allen Menschen abbrechen und irgendwo in der Versenkung verschwinden, weil ich so enttäuscht bin
…bin ich nicht sicher, ob meine Enttäuschung lediglich daher rührt, daß ich enorm empfindlich bin, oder ob in meinem Umfeld wahrhaftig Menschen sind, die meines Vertrauens nicht würdig sind
…werde ich dann so traurig, und frage mich, ob ich nicht vielleicht wirklich zu viel und zu häufig Hanni & Nanni gelesen habe und sich so dieses völlig idealisierte Bild von Freundschaft durch dick und dünn einschleichen konnte…
…muss ich mir einfach völlig wirr diese Gedanken runterschreiben, dann gehts schon fast wieder…
Heute musste ich mittels Telefonbanking eine Ebayauktion bezahlen, ich habe eine neue Uhr zu einem Traumpreis ersteigert und freue mich wie ein Schnitzel…
Ich diktiere also dem Mann am anderen Ende der Leitung den Verwendungszweck und sage:” Hm, was machen wir denn da, vielleicht einfach “Ebay Auktion Swatch Irony” – “Wie schreibt sich das??”, fragt der Herr am anderen Ende der Leitung – ich gebe zu, ich bin irritiert:” äh was jetzt – ebay? Auktion? swatch? irony?!”
“Ja, genau”, sagt der Mann.
Ich buchstabiere also Ebay halbherzig, und sage dazu “wie das grosse Internetauktionshaus” – “ACH!?!?”, sagt der Herr von der Bank, “A u k t i o n”, kommt als nächstes – “AHA”, höre ich vom Herrn auf der anderen Seite. Swatch, denke ich, das MUSS er doch kennen, also erkläre ich ihm freundlich, dass es sich bei der Swatch um die Uhr handelt, “äh, wie, ach so, also w a t c h”, rudert mein Bankbeamte, “äh, nein”, wundere ich mich, ” S W A T CH” , wie diese Schweizer Uhren, die es in bunt und Edelstahl und so gibt – “hab ich noch nie gehört”, gibt mir der Mann zur Antwort und ich kann mich bis zum Schluss nicht mehr auf das Gespräch konzentrieren, weil ich immer wieder vor mich hin kichern muss – ganz schön gemein eigentlich stelle ich gerade fest, es tut mir ja auch leid, so bin ich sonst garnicht – aber in dem Moment kam es so über mich – jemand der in der heutigen Zeit weder von Ebay noch von Swatch Uhren gehört hat – eigentlich unfassbar, dass er weiss, wie man ein Telefon bedient
Familienbesuch anlässlich Einschulung einigermassen entspannt über die Bühne gebracht, viel rumgefahren, ein Besuch in der Großstadt verwirrt offenbar immer einigermassen und da ich ja gewohnheitsmässig als Chauffeur parat stehe, so denn auch diesmal – ach und die Flecken auf den Küchenfliessen befinden sich dort nicht, wie seitens meiner Verwandtschaft bereits seit Jahren angenommen, weil sich der Dreck festgetreten hat, sondern weil die Fliessen abgeplatzt sind und unter dem Fliessenlack dunkelgrauschwarze Macken zum Vorschein kamen (danke übrigens für diese Schublade!) – Einschulung, jaja, Einschulung, wir werden sehen, wie es sich entwickelt – ein grosser Schritt, für das Mamasitokind, für uns alle, für mich schon auch ganz besonders – Flohmarktkauf am Wochenende, Hosen, Oberteile, Hausschuhe, Bücher, Spielsachen für die Mamasitos (viele Mamasitos = grosser Einkauf!!) und eine Sonnenbrille für mich – oh und ich habe neue Schuhe – 80 Jahre Retrostiefel mit Schnallen und Nieten und so – und damit fühle ich mich so hip!! Mann, bin ich hip! (Schreibt man hip mit einem oder zwei “p”?) – erstes Fussballmannschaftsauswärtsspiel eines Mamasitos:” RAAAAN, RAAAAN, an grei fen!!!, looooos, lauf voooooor!!!!! Jaaaaaaa!!!!” Äh, ja, 1: 10 verloren…
Es kam wie es kommen musste – die vergangenen zwei Wochen waren schon wieder zu viel und gestern mittag lag ich dann ab 16.00 Uhr im Bett, Schotten dicht, Ruhe, Ruhe, Ruhe und nichts mehr sehen und nichts mehr hören.
Heute gehts wieder, nichts desto Trotz erschreckt es mich schon, dass so nette, ganz gewöhnliche Dinge, so an meine Substanz gehen können und ich anschliessend dermassen ruhebedürftig bin…
So und jetzt ist Montag, eine Fuhre Schule, eine Fuhre Kindergarten, jetzt mache ichs mir gemütlich und atme mal tieeeeef durch! Einen guten Start in die neue Woche!!!
Sagen Se mal..