Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

Agathe nickt mit’m Kopp 21. Februar 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 10:48 am
Tags: , , , , , ,

Nehmen wir an, da sind Agathe und Elfriede. Die beiden lernen sich kennen, weil sie Kinder im gleichen Alter haben und beide auf der Suche nach dauerhafter Freundschaft sind.

Die Freundschaft erstreckt sich auf die ganze Familie, die Kinder lieben sich, Agathe und Elfriede haben die besten Voraussetzungen, wirklich gute, enge, Freundinnen, fürs Leben zu werden, und selbst die besseren Hälften sind in der Lage, das ein oder andere anregende Gespräch zu führen. Ein Glücksfall.

Das geht 5 Jahre lang – über Höhen und Tiefen, wie das nun mal so ist, aber das Gefühl der Verbundenheit wächst, zumindest aus Elfriedes Sicht allen Widrigkeiten zum Trotz stets weiter. Es wird täglich telefoniert, viel Zeit miteinander verbracht, geredet, gelacht, auch mal geweint. Gestritten, Schwamm drüber, alles dabei.

Da plötzlich, im Rahmen einer Großveranstaltung erheben sich plötzlich Emma und Siglinde und wettern gegen Elfriede. Sie ziehen alle Register des unter die Gürtellinie schlagens und ziehen noch Kunigunde, Wilhelmine und Margarethe mit ins Gespräch, die auch noch eine lange Rechnung mit Elfriede offen haben, und heiter mit auf sie einschlagen.

Agathe steht neben dran und sagt kein Wort.

Kein Wort der Verteidigung, kein Wort des Einhalts, kein Wort der Beschwichtigung.

Kein Wort.

Warum nicht? Wie kann Agathe zulassen, dass ein Mensch, der ihr so nahe steht so öffentlich verletzt und angegangen wird?

Soll niemand wissen, dass sie Elfriede nahe steht?

Was heisst das für die Freundschaft zwischen Agathe und Elfriede?

Und was wird es wohl für die Freundschaft von Agathe und Elfriede bedeuten, wenn Elfriede erfährt, dass Agathe ernsthaft vorhat mit Emma gemeinsam ein Beautyweekend in einer Schönheitsfarm zu machen?!

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind natürlich rein zufällig und total unbeabsichtigt…

Advertisements
 

13 Responses to “Agathe nickt mit’m Kopp”

  1. Ellen Says:

    Autsch, das tut weh.
    Viele gute Freundschaften unter Frauen, so kenne ich es von mir aus, sind die, die ohne Kinder und Familie auskommen. Also eher die vor oder nach dieser Kindersindkleinzeit …

    • palmenstrand Says:

      Wissen Sie, ich kenne das schon auch, nichts desto Trotz habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es möglich ist, auch familienübergreifend eng zu werden. Gemeinsame Ausflüge, Beisammenseins, Urlaube… vielleicht bin ich da auch zu romantisch…

  2. madameklutze Says:

    Ebenfalls „autsch“
    Fünf bzw. sechs gegen eine. Wirklich keine prickelnde Art. Aber wat hat dat Elfriede blos angestellt ? 😉
    Hat Elfriede Agathe in einer stillen Minute mal zur Rede gestellt, warum da überhaupt keine Reaktion kam ?

    • palmenstrand Says:

      So weit ich informiert bin hat Elfriede es nicht geschafft, mit Agathe zu sprechen – sie geht wohl auf Abstand und misst der Freundschaft nicht mehr ganz den Wert zu, den sie ihr vorher gegeben hat.

      • Kann ich verstehen.
        Auch wenns vielleicht weh tut, Elfriede sollte, meiner Meinung nach abchecken:
        – die Vorwürfe während der „Stutenbeißerei“ , in wie weit diese, wenn auch nur im Ansatz, gerechtfertigt waren oder schon längst verjährt,
        – Verhalten von Agathe
        und ob sie, also Elfriede, so eine Freundschaft/Bekannte haben möchte.
        Klärendes Gespräch, wäre so (für ein Fortbestehen) oder so (Trennung) besser.

      • palmenstrand Says:

        Vielleicht braucht Elfriede einfach noch ein bisschen Zeit, um zu prüfen und verstehen – damit sie irgendwann adäquat handeln kann – ist ja nicht so leicht, eine Freundschaft abzuschreiben – von Elfriedes Seite hat die Sympathie ja keine Einbussen zu vermelden (so wie ich das verstanden habe ist sie eben nur sehr enttäuscht und verunsichert)

  3. muriaticum Says:

    Da hilft wohl nur ein klärendes Gespräch mit Agathe. Vielleicht auch mit den anderen Hühnern? Der Versuch zu verzeihen?

    Und die Überlegung, ob ein kleiner Funken Wahrheit in dem Geläster steckt? Dann kann Elfriede den Ereiferinnen für die Beschäftigung mit ihren Wesenszügen danken und dadurch einen Sprung für sich selbst machen.

    • palmenstrand Says:

      Ohne Elfriede zu bemühen muss ich Ihnen sagen, ich finde, dass es keiner Bloßstellung, keiner Bösartigkeit, keiner Demonstration nicht vorhandenen Rückrats bedarf, wenn man jemanden vermitteln möchte, dass etwas an dessen Verhalten nicht gefällt – meinen Sie nicht?
      Das sollte eine Frage des gegenseitigen Respekts sein…

  4. Daxie Says:

    Ganz ehrlich ? Solche Freunde, braucht man keine Feinde mehr! Man darf doch von Freunden wohl erwarten, dass sie einem so etwas im engsten Kreis erzaehlen und einem nicht offentlich bloßstellen!
    Mag sein, dass sie vielleicht mit allem Recht hatten, aber die Art, ist einfach nur mies.
    Und von Agathe, wenn sie mich schon nicht in Schutz genommen hat, haette ich aber genau diesen Hinweis erwartet:“Maedels, wie auch immer, aber das ist hier NICHT der Rahmen fuer diese Aussprache!“
    Ich kann ehrlich gesagt dem Ganzen nichts Positives abgewinnen und da Agathe ja schon fleißig mit Emma plant, weiß ich auch nicht, ob ich Lust auf eine Aussprache haette.

    • palmenstrand Says:

      Nun, ich denke, da haben Sie etwas mißverstanden. Agathe war, so wie ich es verstanden habe, nicht Teil des Komplotts – sie hat lediglich den Mund gehalten, als es stattfand und sich nicht schützend vor Elfriede gestellt.
      Im Freundschaftsverständnis von Elfriede stehen sich sich nahe stehende Menschen bei – dass dies nicht passiert ist hat das Vertrauen in die Freundschaft offenbar sehr erschüttert – umso mehr, als Agathe wie schon erwähnt mit Emma gemeinsame Sache macht… 😦

  5. Daxie Says:

    Meine Ueberlegung war, dass Agathe den Maedels haette Einhalt gebieten sollen, als diese anfingen, Elfriede bloßzustellen. Ich denke auch nicht, dass sie an dem Komplott beteiligt war. Aber sie haette eben im in diesem Moment eingreifen sollen. Das meinte ich.
    Wenn sie es schon nicht fertig brachte sich vor Elfriede zu stellen, dann eben wenigstens der ganzen Scharade Einhalt gebieten.
    Hatte mich in meinem ersten Post etwas mißverstaendlich ausgedrueckt:)

    • palmenstrand Says:

      Danke, dass Sie es nochmal anders formuliert haben – ich hatte Sie tatsächlich falsch verstanden. Jetzt stimme ich Ihnen voll und ganz zu.
      Heute habe ich Rückmeldung von Elfriede bekommen, die zutiefst traurig ist, dass ihre Freundschaft diese Wendung genommen hat!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s