Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

Unheimliche Begegnung 27. Juni 2010

Ich hatte gestern abend noch eine sehr unheimliche Begegnung der dritten Art, die mich noch lange in Schach gehalten hat.

Gegen 23.00 Uhr bin ich nochmal raus vors Haus, um die Blumen zu giessen, an die ich mit dem Gartenschlauch nicht drankomme.
Während ich giesse, höre ich ein Rascheln und denke „Oh wie schön, das wird ein Igel sein“, hatte aber gleichzeitig so ein Gefühl, nicht ganz alleine zu sein. Ich habe die Kanne leer gemacht und währenddessen stellten sich meine Nackenhaare alle auf. Lauter kleine Schauer rannten mir den Rücken rauf und runter.

Als ich mich umdrehe, um rein zu gehen, sehe ich durch das Auto durch, dass da auf der anderen Seite des Autos ein Mensch kauert, denn dieser Mensch hatte helle Kleidung an, die in der Dunkelheit und selbst durch die getönten Scheiben gut zu sehen waren. Der Mensch bewegte sich.
Ich renne wie vom Teufel gehetzt in den Hauseingang. Reingehen will ich nicht, ich will sehen, wie das jetzt weitergeht.
Kommt da jemand?

Wer ist da?

Was will derjenige?

Geht der jetzt durch das Gartentor in den Garten rein?

Wie kann ich meinen Mann warnen, der bei offener Terrassentür vor dem Fernseher hockt?

Mir klopft das Herz bis zum Hals, während ich da so stehe, im Morgenmantel, mit der Gieskanne in der Hand. Sicher nicht die ideale Bekleidung, um einen Einbrecher zu stellen, aber wenn ich mir jetzt noch was überziehe, haut die Person ab, da bin ich mir sicher.

Nachdem ich sicher 2 Minuten da so stand, mit erhobener Gieskanne, kommt eine blonde Frau aus dem Schatten des Abstellplatzes, mit Tasche und Ziehkoffer und macht sich auf, als wäre nichts gewesen, von dannen zu ziehen.

Ich brülle sie an:“darf ich mal wissen, was Sie an meinem Auto und in meinem Vorgarten machen?“

Sie:“ich habe da auf jemand gewartet“

Ich:“?????? und darf ich mal wissen, warum Sie das mitten in der Nacht in meinem Vorgarten machen??“

Sie:“ich wollte mich mal kurz hier hinsetzen, und ausserdem kenne ich die Frau Wagner!“ (das ist die, die über uns wohnt)

Ich:“hören Sie, es ist mir scheissegal, wen Sie kennen, das ist mein Vorgarten und Sie haben hier nichts verloren!!!!“

Sie:“ich wollte ohnehin gerade gehen!“
…sprachs, nahm ihren Ziehkoffer und rollte weiter die Strasse entlang.

Ich hab ihr noch hinterhergeschaut, dass sie auch wirklich abhaut, aber ich war echt zu Tode erschrocken, und wütend, was dieser irren Person einfällt!
Hätte ja wunder weiss wer sein können, der da hockt. Mann Mann Mann!!!

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7 Responses to “Unheimliche Begegnung”

  1. Emily Says:

    Was für ein Krimi! Du hattest sicher nur noch reines Adrenalin in den Adern oder?

    In der Tat sehr unheimlich!

  2. palmenstrand Says:

    gruslig oder?
    Unsere Nachbarn sind im Moment im Urlaub, ich flippe bald aus, bis die wieder zurück sind, ich muss sie unbedingt fragen, ob die die Frau wirklich kennt – wer das ist usw.
    Am Ende hockt die da dauernd und gafft uns in die Fenster. Wunder weiss bei was sie uns schon beobachtet hat. Das geht mir echt nahe!

  3. SusiP Says:

    Das ist aber echt unheimlich. Warum hockt die sich ab, wenn die nur auf jemanden wartet. Mit´m Koffer? Sollte die nochmal auftauchen hol den Fotoapparat.

  4. Grethe Says:

    Also das würde mich auch verunsichern und mißtrauisch machen. Ich will Dich ja nicht beunruhigen aber den Namen der Nachbarin hätte sie doch wohl auch vorher am Türschild ablesen können, oder? Halte mal vorsichtshalber weiter die Augen offen.
    GLG Grethe

  5. Tine Says:

    Ich hätte ganz sicher n Herzkasper gekriegt. Horror!


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