Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

. 27. April 2011

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 6:33 am

Ich kann mich erinnern, als der engste Freund meines Papas einen erneuten Herzinfarkt hatte, haben wir kurz telefoniert und er war ganz sorgenvoll.
Um den Freund, aber auch darum, wie es sein würde, ihn zu verlieren. Er war ganz deprimiert.
Noch dazu war die Frau des Freundes an Krebs erkrankt und die Vorstellung, das diese im Niemandsland auf einmal alleine zurechtkommen müsste, hat ihm grosse Angst gemacht.
Er war so der Typ, der sich um alle und alles Gedanken gemacht hat und am liebsten alle Probleme für alle aus dem Weg geräumt hätte – und das hier nicht zu können, hat ihn schwer belastet.

„Jetzt gehts los“, hat er gesagt, „jetzt ist so langsam die Zeit, in der die grossen und kleinen Zipperlein anfangen und dann dauerts nicht mehr lang, dann sind wir nicht mehr“.
„Ach Quatsch“, hab ich gesagt, „Papi, darüber können wir dann in 20 Jahren nochmal sprechen“, „jaja, Du wirst’s sehen, meine Kleine…“ und damit war das Gespräch beendet.

Wenige Monate später wurde er völlig unerwartet aus dem Leben gerissen. Er hat seine beiden besten Freunde zurück gelassen, die völlig schockiert versucht haben, damit zurecht zu kommen.

Ein bisschen mehr als ein Jahr danach ist gestern nachmittag nach langem Leiden die Frau des besten Freundes im Kreise ihrer Familie verstorben.

Ach Papi, die ganzen Sorgen hättest Du Dir sparen können – wer sich das nur alles ausgedacht hat…

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