Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

22. Februar 2013

Filed under: love it — palmenstrand @ 8:30 pm
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Je älter ich werde, desto schwieriger finde ich es, Menschen kennen zu lernen, mit denen es „klick“ macht. Die müssen nicht das gleiche denken und fühlen, aber „klick“ muss es machen 🙂

Nach einem Wochenende mit meinen allerliebsten Freundinnen, derer drei an der Zahl, die ich schon seit Kindertagen kenne und die mich durch mein ganzes, völlig irres, von Höhenflügen, Abstürzen und Wahnsinnigkeiten geprägtes Leben begleitet haben, stelle ich fest:

Ich habe enorm viele Schrullen, bin nicht ganz einfach in der Handhabung, baue erst einmal riesige Schutzwälle um mich auf, damit die anderen nicht so gut an mich rankönnen, aber wenn ich jemanden so richtig in mein Herz geschlossen habe, dann bleibt der/die da auch drin, egal was passiert.

Eine meiner drei Mädels wäre gerne Single, traut sich aber nicht aus ihrer desolaten Beziehung raus, weil sie Angst hat, sie findet dann keinen Mann mehr (Zeit rennt, wünscht sich Familie) und sagt:“ die haben alle nen Schatten aus ihrem Vorleben“ – sagen wir:“ aber Du bist auch nicht mehr unbelastet, das bringt das „Alter“ eben mit sich“.

Das gilt nicht nur für Liebesbeziehungen – in Freundschaften mindestens genauso sehr, und ich finde das wirklich nicht einfach.  Dieses Gefühl am vergangenen Wochenende; ich kann sagen, was ich will, ich kann sein, wie ich bin, eine unpopuläre Meinung vertreten, über meine Schwierigkeiten mit den Kindern berichten, vom kaum vorhandenen Sexleben erzählen – und niemand urteilt über mich. Dieses „Sichfallenlassenkönnen“ in die Akzeptanz derer, die mich voll und ganz nehmen, wie ich nun mal daher komme – ein wunderbares, einzigartiges Gefühl und es gibt ausser diesen drei Frauen überhaupt nur 3 oder 4 Menschen, von denen ich wirklich sicher bin, dass sie nicht hinter meinem Rücken die Augen verdrehen und denken, ich sei meschugge.

Schon ein paar Mal habe ich versucht, eine ähnliche Beziehung hier in meinem Umfeld aufzubauen, aber irgendwie ist es immer daran gescheitert, dass die Akzeptanz der gegenseitigen Andersartigkeit gefehlt hat. Das ist so schade, denn eigentlich ist doch im Vorfeld klar, dass man anders ist – kein Mensch ist wie der andere und das macht doch so eine Freundschaft gerade bereichernd.

Und so what, ich mag nicht, wenn der Käse mit dem gleichen Messer abgeschnitten wird, wie davor die Wurst – ich esse kein Fleisch, auch nicht in diesen Dimensionen, und warum ist es relevant, dass ich es nicht leiden kann, wenn jemand aus meiner Flasche trinkt?? Ich sitze gerne mit dem Rücken zur Wand und selten mit dem Rücken im offenen Raum, ich kann das schon, aber das andere fühlt sich sicherer an – und JA ich habe sogar einen Lieblingsbecher, aus dem nur ich meinen Tee trinke – ist nämlich von meiner Oma und da passen fast 500ml rein – mag ich und wenn er kaputt geht, dann nur durch mich. SO!!

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