Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

S schwappt immer mal wieder hoch 20. April 2013

Filed under: Song of the day — palmenstrand @ 5:17 pm

….

Tell them I was happy
And my heart is broken
All my scars are open

Tell them what I hoped would be
Impossible, impossible
Impossible, impossible

Falling out of love is hard
Falling for betrayal is worst
Broken trust and broken hearts
I know, I know

Thinking all you need is there
Building faith on love and words
Empty promises will wear
I know, I know

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Impossible 27. März 2013

Filed under: Autsch!!,Song of the day — palmenstrand @ 11:53 am

Als ich mit unserem ersten Kind schwanger war, wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass ich Entscheidungen nicht mehr alleine würde treffen können. Als Kind eines erzkonservativen Hauses wäre ich auf viele Ideen nicht gekommen, die für meinen Mann völlig selbverständlich waren. Was ihm zum Beispiel völlig klar war, war daß wir uns erst darüber informieren sollten, ob oder ob wir unser Kind nicht impfen lassen sollten.

Diese Frage hatte ich mir noch nie gestellt. Dort, wo ich herkomme, impft man, ißt was auf den Tisch kommt und zwar den Teller leer, geht in den Kindergarten, lernt dort Benimm, denkt nicht nach, fragt nicht und benutzt den Kopf in der Regel nur, um damit optisch einen guten Eindruck zu machen, widerspricht nie, niemals einer Obrigkeit (Lehrer, Erzieher, Pfarrer, Ärzte, Anwälte und ganz wichtig für Kinder: generell keinem Erwachsenen) – ohnehin sieht der liebe Gott alles, also Achtung!

Nachdem die Impffrage  zwischen uns allein nicht geklärt werden konnte, bin ich im Internet auf die Suche gegangen und dann über Umwege auf einer wunderbaren Eltern – Website mit Forum gelandet, die Elternsein so proklamiert hat, wie es mir völlig logisch erschien, was ich aber aufgrund meiner eigenen Erziehung nie kennen gelernt habe.

Respektvoller Umgang, bedürfnisorientierte Erziehung, tragen statt schieben, lange Stillen und letztlich auch andere Formen der Pädagogik – Themen, die eine Saite in mir zum Klingen gebracht haben, die schon lange angerührt werden wollte, aber bisher keine Bezugspunkte hatte.

Der Weg in diese Richtung war und ist nicht so leicht – meine Familie hat mich schon für völlig verrückt gehalten, als ich mit 18 beschlossen habe, kein Fleisch mehr zu essen.

Jetzt wurde ich massiv angefeindet, als wir beschlossen hatten, das erste Lebensjahr garnicht und dann nur partiell zu impfen. Als ich nach 5 Monaten nicht begonnen hatte, Karottenbrei zuzufüttern, standen ihnen die Haare zu Berge, ganz zu schweigen, als ich nach 1 Jahr immernoch stillte.

Selbstredend wurde ich immer wieder damit konfrontiert, dass ein Mann auch seine Bedürfnisse hätte und das Kind doch endlich aus unserem Bett raussollte, damit ich meinem Mann wieder zu Diensten sein könne. (…)
Als wir in einem Montessorikindergarten landeten, noch dazu in einer Elterninitiative, war die Verwandtschaft völlig verzweifelt, weil sie dachten, in einer Elterninitiative gäbe es nur Eltern und keine Erzieher.   (und wo kommen wir da hin, was sollen die Kinder da lernen und die Sitten, oh Gott, der Verfall der Sitten)

Vermutlich muss ich nicht erwähnen, dass die Schuld dieses ganzen Desasters meinem armen Mann in die Schuhe geschoben wurde – immerhin muss ich ja durch ihn auf diese völlig irrwitzigen Ideen gekommen sein.

Tatsächlich, auch wenn ich noch immer aufgrund meiner fehlenden „Alternativ – Wurzeln“ zögere, mich die permanenten „oh weh und ach und wie kannst Du nur“ – Ausrufe erschüttern, und ich mitunter fürchterlich unsicher werde, habe ich diese Idee, „so sollte es sein“ immer tiefer verinnerlicht:

Es soll meinen Kindern gut gehen – nicht im vorwiegend materiellen Sinn, wie bei mir damals, sondern im Ganzen.

Ihren kritischen Gedanken soll nicht Halt geboten werden, weil sie mit einem Erwachsenen sprechen, sie sollen denken und sagen dürfen, sich geliebt fühlen, dafür wer sie sind, sollen wissen, dass wir immer da sind, dass wir sie nicht in Frage stellen, dass wir ihnen die Hand reichen, damit sie ihren Weg eigenständig gehen können – ganz egal in welche Richtung er sie führt und ob er populär sein wird.

Um das konsequent zu ermöglichen, war es uns wichtig ein alternatives Schulsystem auszusuchen, die Regelschule kam für uns nicht in Frage. Wir wollen nicht, dass die Leistung und das Wissen unserer Kinder mit abstrakten Zahlen bewertet wird. Wollen nicht, dass die Kinder von klein an – (und sie sind ja mit Schuleintritt noch so klein!!!) zu Teilen der Leistungsgesellschaft herangezogen werden, kiloschwere Schulranzen schleppen, anstatt zu spielen von der ersten Klasse an auf Proben büffeln und ihre Nachmittage mit Hausaufgaben verbringen, statt im Bach nach Kaulquappen zu fahnden – um sich dann am Ende des Schuljahres zum Kotzen zu fühlen, weil da eine schlechte Note jede Freude am Lernen verdirbt und der Druck stetig steigt.

Nachdem es im Kindergarten bereits Montessori war, gingen wir auf die Suche nach passenden Schulen dazu und wurden Gott sei Dank fündig – der Schulplatz, der uns eine Woche nach dem Tod meines Papas angeboten wurde, schien wie ein Geschenk des Himmels.

In den ersten Monaten bin ich jeden Tag weinend aus dem Schulhaus gekommen, weil ich SO dankbar war, dass mein Kind an einer so wunderbaren Schule lernen darf. Wir haben uns engagiert so viel wir konnten, weil wir mit Haut und Haaren hinter dem Konzept, der Pädagogik, den Lehrern und allem standen, was die Schule ausmacht.

Nach so langer Zeit des Strauchelns, des Nichtwissens, wo ich hingehöre, welches mein Weg ist auch wenn er das komplette Gegenteil all dessen ist, was ich zu Hause vorgelebt bekommen habe, ich hatte das Gefühl, endlich angekommen zu sein – für mein Kind, für uns als Familie aber auch für mich ganz persönlich – nur sehr kurz nach der Einschulung fing ich an, in der Schule meines Kindes zu arbeiten. Nicht sehr ertragreich, aber der schönste, vielseitigste, dankbarste Job den ich mir je vorstellen konnte. Kreis zu.

Einige Jahre ist alles supertoll gelaufen, in diesem Herbst sollte nun auch das Minikind eingeschult werden – alle für eine, eine für alle – als Geschwisterkind und Kind einer Mitarbeiterin der Schule eigentlich ein „gegessener Kas“ – tja.

Das Minikind ist zu wenig angepasst, es hinterfragt zu viel und nimmt nicht einfach an, dadurch ist es destruktiv zu sich selbst. Darüber hinaus stellt es sich durch das Hinterfragen (=Anzweifeln der Entscheidung der Lehrer) auf eine Stufe mit dem Erwachsenen und somit auch über die anderen Kinder. Es ist zu selbstbewusst, auf eine bisher nie dagewesene Art, auf eine für dieses Alter untypische, nicht normale Art.

Man sei sehr wohlwollend gewesen, aber selbst mit dem halben Jahr, das noch bis zum Schulanfang bleibt, glauben sie nicht daran, dass dieses Kind adäquat beschulbar sei.

Keinen Schulvertrag für dieses Kind!

Wir alle leben diese Schule mit allem was wir haben, tief aus unserem Herzen heraus nehmen wir teil, gestalten wir mit….

… unser zweites Kind (ein im übrigen willensstarkes aber absolut unauffälliges, fröhliches, entspanntes, gesundes Kind) darf nicht hin. Und jetzt?

Jetzt bin ich erschüttert bis ins Mark, stelle die Pädagogen der Schule in Zweifel, die Schule und alles, was mit ihr zu tun hat. Wie kann man eine solche Entscheidung treffen, wenn doch klar sein MUSS, dass wir als Familie nicht dort bleiben können, wenn unser Kleinstes den Zutritt verwehrt bekommt? Wie können wir weiter aktiv an die Schule glauben, mitarbeiten und -gestalten wenn wir wissen, das Minikind steht am Rand und ist sich darüber bewusst, dass wir alle dazugehören – nur eben das Minikind nicht?

Nur, wo sollen wir denn jetzt hin, alle miteinander? Die Bewerbungsformalitäten sind an allen freien Schulen abgeschlossen, die Zusagen erteilt – bleibt die Regelschule – für mich die Pest und an unserer Sprengelschule noch Cholera dazu.

Oh und diese Genugtuung in der  homebase:“ Ha Gott sei dank, dann geht wenigschtens einer auf a richtige Schul‘ !“

Ich könnte um mich schlagen..

 

Und manchmal… 15. Januar 2013

Filed under: Song of the day — palmenstrand @ 5:36 pm

…wüsste ich wirklich gerne, ob es „der Gegenseite“ genau so geht.

Weiß die alte Freundin noch, wie wir gemeinsam „Boys don’t cry“ geschmettert haben? Bekommt die erste Liebe auch ein Grummeln im Bauch, wenn der Hit unseres ersten Kusses im Radio kommt?

Ich erinnere mich ohnehin sehr klar an Vergangenes und häufig spüre ich eine Sehnsucht nach diesen Tagen, in denen ich offenbar noch in der Lage war, glücklich zu sein, in denen ich verantwortungsfrei wie ein Vogel die Welt erkundet habe und noch nicht von zementschweren Lasten gekettet war, die es mir schier unmöglich machen unbeschwert zu sein.

Viel verbindlicher sind die commitments, die ich jetzt eingegangen bin, viel sicherer ist mein Hafen jetzt, ich habe über Jahrzehnte gewachsene enge Freundschaften, lebe eine wunderbare Beziehung, habe tolle Kinder, bekomme ausschliesslich positives feedback in meinen Jobs – und doch bin ich nie so unsicher mit mir selbst und meinem Umfeld gewesen, als in den letzten Jahren.

Dieser Beitrag sollte ganz woanders hin,

 

dieses Lied hat den Depri rausgeholt…

 

 

 

Taddadidadidadaaaa 10. Januar 2013

Filed under: Hey there,Schallalalala,Song of the day — palmenstrand @ 5:34 pm
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Ich hab das Lied noch nie als Werbesong gehört – bei der vergangenen Folge von „the good wife“ in den USA wurde dieses Lied in der letzten Minute eingespielt und es hat so hervorragend zu der Handlung gepasst, dass ich jetzt noch kichern muss – wunderbares gute Laune-, Leichtigkeits- und Winterdepressionsvertreibungslied!! Hörts Euch an und tanzt ein bisschen – bumbadada bumbadada….

 

Lieder meines Lebens 22. November 2012

Filed under: Song of the day — palmenstrand @ 8:06 pm

Heute habe ich nach langer Zeit mal wieder „Self control“ von Laura Branigan gehört und sofort kamen die Erinnerungen, Gedankenmemory, ganz klar, als ob es gestern gewesen wäre – Musik, in jeder Lebenslage ganz bestimmte, begleitende, nie mehr weg zu denkende… Manchmal kann das auch ein Fluch sein, Erinnerungen, die ich garnicht mehr haben möchte, überfluten mich und halten mich für einige Momente lang (wieder) gefangen, bittersüß.

Self control gehört zu einem Urlaub nach Weinachten – mit meinen Eltern und meiner Schwester an den Tegernsee. Im Radio liefen die Hits des Jahres und die ganze Fahrt über hatten wir Hit auf Hit gehört – als wir im Zimmer angekommen waren, oh, es war so eiskalt in diesem Zimmer, haben wir es gerade noch geschafft, die Nr. 1 des Jahres zu hören – self control – und meine Schwester hat sich gefreut, wie ein Schnitzel.

Nothing’s gonna stop us now von Starship – gerade eben das Abi in der Tasche, zwei Mädels im roten „Oxbow“ – Polo, das Radio aufgedreht und da kam das, gerade in diesem Moment und es hätte nichts passenderes für uns geben können – uns gehört die Welt!!

I will always love you – Whitney Houston – ich bin in einer Karaoke Bar in den USA, die Stimmung ist sensationell, Franks letztes Match war super, das Team hat auch gewonnen, jeder singt mal, feucht fröhlich, sich in den Armen liegend. „Lady Madonna“ singen Paul, Frank und Jason – naja, singen, kann man es nicht nennen, aber sie haben Spaß – noch ein Lied, das ich nie ohne Bilder im Kopf hören kann… und dann gehe ich vor, ich habe schon 2 „a mouse that smiles“ intus (ja, warum heisst das wohl so) und suche mir diesen Song aus. Etliche DSDS – Shows later habe ich schon begriffen, dass dieser Song damals ein absolutes Totschlagargument hätte sein MÜSSEN, aber ich habe ihn gesungen, ganz ruhig äußerlich, mit bis in die Haarspitzen klopfendem Herzen – bis alle Menschen von den Plätzen gesprungen sind, sie standen alle, johlten und wollten eine Zugabe – ich dachte damals, ich müsse der glücklichste Mensch der Welt sein.

Im Nachhinein: es ist ein Abschiedslied und das wars dann wohl auch. Aber jedes Wort war wahr – er ist immer in meinem Herzen, so wie jede andere Situation, die von Musik begleitet war.

Unbreak my heart, Toni Braxton – Aisha, Sheb Khaled – Final Countdown, Europe – More than words, Extreme – Calling you, Jevetta Steele – Boys don’t cry, the Cure – Eternal flame, Bangles – Technocat, Tom Wilson – Electrica Salsa, OFF – Killing me softly, Fugees – Sultans of Swing, Dire Straits – There must be an angel, Eurythmics – Never forget, Take That – Unterwegs, Herbert Grönemeyer – Ich dreh mich um Dich, Herbert Grönemeyer – Nutshell, Alice in chains – All that she want’s, Ace of base – Learning to live again, Garth Brooks – Puisque tu pars, Jean-Jaques Goldman, Petite Marie, Francis Cabrel – Caravan of love, Housemartins – Somewhere over the rainbow, Judy Garland – Redemption Song, Bob Marley – November Rain, Guns n roses – Patience, Guns n roses – Walk this way, Heather Nova – Jenseits von Eden, Nino de Angelo – Your love is my love, Whitney Houston – Take on me, Aha – Oh mein Papa, Lys Assia – Tarzan boy, Baltimora – I like Chopin, Gazebo – Juliet, Robin Gibb – Too Shy, Kajagoogoo – Clochard, Uwe Janssen – Glory box, Portishead – Rage heart, Frankie goes to Hollywood – Charma Chamaeleon, Culture Club – Tears in heaven, Eric Clapton – Against all odds, Phil Collins – Ain’t nobody, Chaka Khan, Moonlight Shadow, Mike Oldfield – Stop, Sam Brown – Babooshka, Kate Bush – You keep me  hanging on, Kim Wilde – Wish you were here, Pink Floyd—– to be continued 🙂

 

Here’s to you… 16. Oktober 2012

Filed under: Song of the day — palmenstrand @ 9:37 am
 

Lovely day (s) 3. Juli 2012

Filed under: love it,Song of the day — palmenstrand @ 7:47 pm

Das Wochenende seit mehr als einem Jahrzehnt zum ersten Mal wieder mit allen meinen allerliebsten, allerbesten, tollsten Freundinnen der Welt verbracht. Donnerstag völlig gestresst in der Heimat angekommen, bei der ersten Herzensfreundin übernachtet, Freitag mit den drei anderen Herzensfreundinnen in ein schnukkeliges kleines Wellnesshotel gefahren, Durchkneten lassen, Weinprobe gemacht, köstlichst gegessen, Nächte durchgequatscht, zusammen gelacht und geweint, in den Armen gelegen und dann wieder zurück gefahren – wieder gestresst, todmüde, verkatert,…, aber mit einem sehr glücklichen Lächeln auf den Lippen,…