Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

Mein Papa hat heute mein Leben gerettet… 9. November 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 12:53 pm
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Heute wurde ich aufgrund meiner handwerklichen Begabungen in den Kindergarten gerufen, um ein paar Löcher zu bohren, Spiegel aufzuhängen und zu guter Letzt im Keller die ein oder andere Glühbirne auszuwechseln. Mit Erstgenanntem war ich im Handumdrehen fertig, blieb der Keller.

Die ersten zwei Glühbirnen mussten nur raus und wieder neu reingedreht werden, die dritte galt es erst einmal hinter Gitter und Glas herauszuschälen. Kaum hatte ich das erledigt, fiel mir der Glaskörper der Birne auch schon gleich entgegen. Na wunderbar, das Metall steckte noch fest.

Ich kann sowas nicht unerledigt lassen, ohne es wenigstens zu probieren, also ran an die Zange und ran an die Lampe.

 Unmittelbar bevor ich mit der Zange die Überreste der alten Glühbirne berühre, höre ich meinen Vater –

unendliche Stunden habe ich mit ihm in seiner Werkstatt verbracht, unendliche Male habe ich ihm beim Reparieren der verschiedensten Geräte zugesehen und unendliche Male habe ich gehört, wie er zu mir gesagt hat:“ Und wenn man an Geräten arbeitet, die im Strom stecken –  immer DIE da verwenden“ – und dabei hat er die Werkzeuge mit den isolierten Griffen hochgehalten und weitergearbeitet.

„Denk dran, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer DIE da verwenden!“

„Ja, Papa!“ – lege die gerade erhobene Zange weg, greife nach der isolierten und in dem Moment, in dem ich damit die Birne berühre, fliege ich, begleitet von einem ohrenbetäubenden, flammenden Knall gegen das hinter mir stehende Regal, schreie, lasse alles fallen, sitze zwischen herunterstürzenden Spielsachen und alles um mich herum ist dunkel.

Mir ist nichts passiert, die Wucht des Schlages – um mich vom Fleck zu katapultieren gehört schon etwas, die unglaubliche Lautstärke aber vor allem die Stimme in meinem Kopf haben mich so dermassen unter Schock gesetzt, dass ich für Stunden nur noch heulen möchte.

Danke, Papa!

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Unser Lied 29. April 2010

Filed under: Little Mamasitos — palmenstrand @ 7:45 am
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Nachdem Du da warst, war es dieses Lied, das mir immer wieder durch den Kopf gegangen ist – gleichzeitig ist in mir ganz tief drin die Sonne aufgegangen.
Ich danke dem lieben Gott jeden Tag dafür, dass Du da bist!!