Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

Wer solche Freunde hat… 20. April 2011

Filed under: Autsch!!,Hey there — palmenstrand @ 11:55 am
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Im Moment mache ich kaum etwas, ausser dem, was zwingend auf dem Plan steht. Die Renovierung hat meine ganzen Kräfte beansprucht und im Moment befinde ich mich in der Erholungsphase.

Eine Freundin, die ich aufgrund unserer jeweiligen Umstände schon seit fast 3 Jahren nicht mehr gesehen habe, hat dieser Tage gefragt, ob wir uns nicht endlich mal wiedersehen wollen. Sie sei bei IKEA, ob ich Lust hätte, dazu zu kommen.
Ich hatte Lust, ich mag die total, und fuhr hin. 10 Uhr war ausgemacht. Um 10 Uhr war ich da.
Um 10.15 die SMS – es dauert noch 20 Minuten – macht nix, ich hab ja ein Buch dabei…

Um 11.00 Uhr sehe ich meine Freundin, wie sie den Gang zum Restaurant entlang kommt, kurz einen Blick ins Restaurant wirft und dann in aller Seelenruhe in der „Kinderabteilung“ stöbern geht.

Da kommt jemand eine Stunde zu spät zur Verabredung und nimmt sich dann nach einem kleinen Schulterblick erstmal ausgiebig Zeit, die neuesten Spielsachen und Bücher von Ikea durchzuschauen – boah, war ich geladen.
Auf dem Weg nach draussen laufe ich ihr dann doch noch in die Arme, ein kreischendes „hallo, wie schöööön, ich war schon kurz davor, Dich ausrufen zu lassen“, begleitet ein strahlendes Lächeln, das sich auch dann nicht trübt, als ich bedauerlicher Weise verkünden muss, bereits wieder auf dem Heimweg zu sein. „Ohhh, wie schade, ich hab mich soooo gefreut!!!“ – ja, ICH auch, aber wirklich!
Andererseits weiss ich jetzt auch, warum wir uns so lange nicht gesehen haben…

Frau Palmenstrand, die niemanden ausser ihrer Schwester und 2 Menschen, die sie persönlich eigentlich garnicht kennt, über ihre Identität aufgeklärt hat, muss sich nach Kommentar Nr.3 fürchterlich schämen gehen, und sich überlegen, ob sie den Menschen in ihrem Umfeld dann und wann nicht ein wenig vertrauensvoller begegnen möchte, um Verletzungen anderer zu vermeiden…

 

Ich bin schlecht! 23. Februar 2011

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 8:40 am
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Bin ichs wirklich, oder ist das, was mir durch den Kopf geht nur menschlich?

Seit vielen Jahren habe ich eine Freundin, die aus sehr wohlhabendem Hause stammt. Das ich es nicht in dem Ausmasse war (wohlhabend) hat unserer Freundschaft keinen Abbruch getan, aber es war schon immer zumindest beeindruckend zu sehen, was sie alles hatte. Das neueste schickeste Auto, die stylischsten Klamotten, Schmuck, Frisuren, Handys, Zimmereinrichtung, Urlaubsorte – immer alles schick und teuer – und mal eben ein Wochenende nach London zum Shoppen, war auch ganz normal. (ich habe mir dann die Reiseberichte angehört)

Das ging irgendwie immer so weiter. Sie hatte einen stylischen Job, einen im öffentlichen Leben stehenden Mann, Berühmtheiten an ihrer Seite und und und.

Jetzt hat sie ein cooles Haus, einen tollen neuen Mann und ein entzückendes Kind – und ich gönne ihr das alles von Herzen, denn auch wenn sich das nach dieser Aufzählung nicht so anhört, sie hat es ganz schön schwer gehabt, gesundheitlich – und darauf kommt es ja eigentlich tatsächlich an – wie meine Mutter so unfassbar gemein sagte: da hat auch das ganze Geld nicht geholfen… (zum Kotzen!!) – also ja, wie gesagt, wir sind Freundinnen, schon lange, und wir haben uns wirklich wirklich wirklich richtig gern.

Gestern hat sie mir erzählt, dass sie zum Geburtstag eine digitale Spiegelreflexkamera bekommt – dann hat sie mir das Modell genannt – und für einen kleinen, klitzekleinen Bruchteil einer Sekunde hatte ich ein Triumphgefühl – denn ich habe mir auch gerade eine gekauft, und zwar ein höher wertiges, besser ausgestattetes Modell, die tollste Kamera überhaupt (…)

Und so schnell das minikleine Triumphgefühl kam – so schnell war es auch wieder weg und jetzt schäme ich mich fast für meine Gedanken…

 

Manchmal… 15. November 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 1:39 pm
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…muss ich mich zwingen, ruhig zu bleiben

…frage ich mich, ob ich wirklich ein so schwieriger Mensch bin, wie ich zu sein scheine

…bin ich mir nicht sicher, wie man mich sieht

…zweifle ich an mir und an meiner Umwelt, so sehr, dass sich in meinem Innern ein Kloß bildet, der es mir unmöglich macht zu atmen

…würde ich am liebsten den Kontakt zu allen Menschen abbrechen und irgendwo in der Versenkung verschwinden, weil ich so enttäuscht bin

…bin ich nicht sicher, ob meine Enttäuschung lediglich daher rührt, daß ich enorm empfindlich bin, oder ob in meinem Umfeld wahrhaftig Menschen sind, die meines Vertrauens nicht würdig sind

…werde ich dann so traurig, und frage mich, ob ich nicht vielleicht wirklich zu viel und zu häufig Hanni & Nanni gelesen habe und sich so dieses völlig idealisierte Bild von Freundschaft durch dick und dünn einschleichen konnte…

…muss ich mir einfach völlig wirr diese Gedanken runterschreiben, dann gehts schon fast wieder…

 

Männerfreundschaft, schluchz 28. August 2010

Es tut mir ja selbst schon leid, dass ich mich im Moment nur den eher seichten Genüssen hingebe und meine Berichterstattung eben dementsprechend ausfällt, aber als alte Take That Anhängerin, im Besitz aller jemals erschienenen Musikvideos, inclusive MTV – Special anlässlich der Trennung Take Thats‘, aller CDs und einem Starschnitt (grins, es war schon immer so – wenn ich falle, dann richtig 😀 ) muss ich diesem neu erscheinenden Song einfach ein paar Zeilen widmen.
Hach!!

 

Freundschaft – oder – auch da kenne ich nun meinen Platz 4. Juni 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 7:18 am
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Gerade eben habe ich in einem Nebensatz von einer meiner besten Freundinnen, noch aus Kindertagen, erfahren, dass eine andere Freundin, die wegen ihrer überstandenen Krebserkrankung lange dachte, sie könne keine Kinder bekommen, mittlerweile im 6.Monat schwanger ist. Der Freundin wurde es persönlich gesagt. Offiziell mitgeteilt, voller Freude, nachdem die ersten 3 Monate abgewartet wurden. Wir waren eng befreundet, Trauzeuginnen, Taufpatinnen – in anderen Städten lebend, aber immer im Herzen beieinander (dachte ich).

So sehr ich mich freue, so glücklich ich bin, dass dieses Kind zu ihr wollte und sie nach allem durch das sie durch musste nun doch erleben darf, was es heisst, Mama zu sein – die Enttäuschung über die Verletzung, dass sie es mir nicht gesagt hat, überwiegt.

Ich bin gerade traurig, so traurig.

Vielleicht ist es egoistisch, dass diese Traurigkeit und Verletztheit in einem Moment der Freude überwiegt, aber ich kann nicht anders.

 

Outing 2. Mai 2010

Filed under: love it — palmenstrand @ 4:45 pm
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Er begibt sich mitten in die radioaktive Strahlung, rettet dabei die Enterprise – steht stark gezeichnet auf, zieht sich seine Uniform zurecht und wendet sich an seinen Freund, Captain Kirk:

„Schiff ausser Gefahr?“
„Seien Sie nicht traurig, Admiral, seien Sie logisch – die Bedürfnisse vieler sind wichtiger als die Bedürfnisse weniger, oder eines Einzigen.“

„Ich war es und werde es immer sein – Ihr Freund!“

„Leben Sie lange und in Frieden.“

Jaja, lachen Sie nur, schütteln Sie den Kopf und halten Sie mich auch gerne für bescheuert:
Über Spocks Tod in „Star Trek, der Zorn des Khan“ habe ich unendliche Tränen geweint – gerade war es mal wieder soweit, gezapped, weil eine Sportsendung gesucht, und da…
Wäre Spock ein Mann, also, ein echter Mann, hach, hach, hach, ich wäre wirklich in Gefahr!!

So, jetzt wissen Sie alles 🙂

 

Gefallen wollen 31. März 2010

Filed under: Hey there — palmenstrand @ 3:35 pm
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Heute habe ich im Auto darüber sinniert, wie sehr man im Laufe seines Lebens dazu gebracht wird, jemandem gefallen zu wollen. Man studiert das Umfeld, beobachtet Verhaltensmuster, stellt fest, was gesellschaftskonform und was als eher nicht angemessen betrachtet wird.

Ich wünschte, ich könnte das grundsätzlich ignorieren, danach leben, mein Ding zu machen, meinen Weg zu verfolgen und nicht auf die „man machts“ die es so gibt, zu achten.

Mein Vater war so – nicht, dass er unangepasst gewesen wäre, aber er hatte keine Angst davor anzuecken und ist sich immer treu geblieben – das habe ich immer bewundert.

Ist das Selbstvertrauen? Woher kommt diese Sicherheit, nicht auf das Wohlwollen der anderen angewiesen zu sein?

Ist es schwerer, Freunde zu finden, wenn man den Finger auch dann und wann mal in die Wunde legt, wo andere an dieser Stelle vielleicht eher diplomatisch schweigen und lächeln?

Mir sind meine Mitmenschen wichtig, ich möchte niemanden verletzen, kümmere mich um die, die mir am Herzen liegen und versuche trotzdem, gerade raus und offen zu sein – wenn ich das aber dann bin, ernte ich häufig nervöses Zucken, krampfhaft zum Lächeln verzogene Mundwinkel und ich kann nicht umhin, mir Sorgen zu machen, ob meine Offenheit der Freundschaft wirklich nichts anhaben kann.

Alles ist so schnelllebig, Bussibussigesellschaft, heute hier, morgen dort – da lächelt man doch vielleicht lieber und hält den Mund – eckt nicht an und hat wenigstens das Gefühl nicht ganz alleine zu sein.

Nein?!