Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

Gerade nochmal gut gegangen… 24. Februar 2010

Filed under: Hey there — palmenstrand @ 3:10 pm
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Was haben wir uns gefreut – Besuch aus der Ferne, ein gemeinsames Mittagessen und anschliessend Reiten im Sonnenschein – der perfekte Tag stand uns bevor.

Während ich aus der Parklücke ausparke, sehe ich gerade noch, wie ein Hund vor meinem Auto vorbeihuscht und ich steige in die Bremse. Hinter dem Hund rannte, wild mit den Händen wedelnd, eine Frau her, packte den Hund am Halsband und winkte und fuchtelte weiter.

Meine Güte, ich war so erschrocken –  immerhin überfährt man nicht jeden Tag einen hinreissenden Golden Retriever.

Ich also angehalten, ausgestiegen und gefragt, ob es Hund und Frauchen gut geht.

„Ach, Sie, der Hund gehört garnicht mir“, sagte die Frau, „der ist irgendwo ausgebüxt und ich hab ihn grad noch aufgefischt, bevor er da vorne an der Schnellstrasse überfahren worden ist! Sagen Sie, haben Sie ein Handy dabei? Der hat eine Nummer am Halsband“

Lange Rede kurzer Sinn, die Frau musste dringend gehen, der Besitzer versprach während unseres Telefonats in etwa einer halben Stunde da sein und da sass ich nun.

Die lärmende Kinderschar, die gerne Reiten gehen wollte, im Auto – der wunderschöne, riesige Hund, der mutterseelenallein vermutlich direkt vor das nächste Auto gerannt wäre und sich am Ende umgebracht hätte und ich.

Insgesamt 1,5 Stunden hockte ich in der offenen Autotür, den Hund an einem kleinen Schnürchen. In der Zwischenzeit kam auch die Frau wieder, die den Hund  ursprünglich gefunden hatte. Sie freute sich so über meine Großherzigkeit, dass sie mir doch glatt einen Stapel „Erwachet – Prospekte“ in die Hand drückte, und mich in ein unsägliches „glauben Sie an Gott“ – Gespräch verwickelte. Lieber Himmel!! und ich konnte nicht weg da. Aaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrgggghhhhhhhhhhhhhhhhhhllllllllllllllllllrrrrrrrrrrrrr!!!!

Gut. Aber sagte ich schon, dass das Herrchen 1,5 Stunden (nach seiner Aussage „ich bin in einer halben Stunde da“) kam? Der Hund freute sich, das Herrchen sagte „das war aber nett“, die Kinder durften allesamt kurz über das Fell streicheln und haste nicht gesehen, weg waren sie!!

Ich habe keinen Finderlohn erwartet, keine Geschenke oder ähnliches, aber dieses völlige Selbstverständnis, mit dem der Mann seinen Hund über Stunden offenbar alleine in der Großstadt hat umherrennen lassen, um ihn dann einfach so ohne grosses „Dankeschön“ einzusammeln und weiter zu ziehen.

Denken Sie sich an diese Stelle einen offenen Mund, den ich garnicht mehr zu schliessen vermag – das Nachmittagsprogramm für die Tonne, um einige göttliche Ratschläge reicher und immerhin: dem Hund ist nichts passiert, …

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Oskar ist tot 22. Februar 2010

Filed under: Oups! — palmenstrand @ 9:46 am
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Ach Mensch, ich hatte ihn wirklich gerne – er hatte glänzendes Fell und winzig kleine, blinkende Äuglein. Und wenn er da so sass und Sonnenblumenkerne knabberte, überkamen mich regelrecht mütterliche Gefühle. *naja – Spass!*

Vergangene Woche sass ich draussen im Liegestuhl in der Sonne – da! ein kleines Rascheln!

Ich drehte mich um und für wenige Sekunden schauten wir uns in die Augen, dann *husch* war er weg.

Jetzt hat ihn gerade die Katze geholt