Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

Same procedure as every year… 2. April 2010

Ich bin so wütend!

Es wird Frühling und kaum gehen die Menschen wieder vor die Türe, haben wir schon wieder Ärger mit unserem Nachbarn.

Der hat echt einen an der Klatsche – es ist kaum auszuhalten! Arghhgghhhlllrrrrrr%875()Z$%W&/§%&/(?Q%§

Ich ergänze den „song of the day“ aus aktuellem Anlass;

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Demenz ist ein Arschloch!! 3. März 2010

Filed under: Oups! — palmenstrand @ 6:08 pm
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Vor nicht allzu langer Zeit habe ich bei ihr eine ähnliche Aussage gelesen und seither hat mich dieser Satz nicht mehr losgelassen.
Vielleicht insbesondere, als ich zu diesem Zeitpunkt ein sehr spirituelles Buch gelesen habe, in dem thematisiert wurde, dass es für eine mögliche Heilung unbedingt hilfreich ist, wenn man den (in diesem Fall) Krebs eben nicht als Arschloch sieht.
Dass es sinnvoll ist, ihn nicht als Fremdkörper und Feind zu betrachten, sondern ihn im Gegenteil in Gedanken an die Hand zu nehmen, mit ihm zu sprechen und ihm zuzulächeln, um ihn zu verstehen und ihn in der Folge dadurch nicht länger als Feind zu haben.
Das schien mir so einleuchtend und auf jede andere Krankheit anwendbar zu sein.
Heute ist mir klar geworden, dass der Gedanke zwar nachvollziehbar ist, die Umsetzung aber an der Realität scheitert…

Wie soll man Demenz an die Hand nehmen, wenn der Betreffende schliesslich garnicht weiss, dass sie da ist.

Ist es überhaupt leistbar, dem von der Krankheit betroffenen Menschen, der Demenz und all ihren hässlichen Begleitumständen allein und gänzlich unprofessionell zu begegnen, ohne daran zu zerbrechen?
Es geht ja auch nicht nur darum, Schimpftiraden auszuhalten, Schläge abzufangen und die Hygiene in einem Rahmen zu halten, der für den Kranken und sein Umfeld erträglich sind – eine RundumdieUhrbetreuung muss gewährleistet sein, nächtliches Tiefschlafen unmöglich, wenn die kranke Person das Schlafen der Anderen als Einladung zur Flucht versteht.
Kann man es schaffen, dem stetig voranschreitenden Verfall mit Ruhe zu begegnen, wenn man nie Zeit hat, sich mit der eigenen Wut, Trauer und Verzweiflung über die Ungerechtigkeiten, die das Leben mitunter bereit hält, auseinander zu setzen? Wie soll man die Schuldgefühle ausser Kraft setzen, die sich täglich, stündlich, sekündlich immer häufiger und immer wilder einstellen, weil die Liebe schwindet und dem Drang Platz macht, sich so weit es nur geht zu entfernen?

Demenz ist ein Arschloch – weil sie nicht nur den befällt, der ihr zum Opfer wird – weil sie sich ausbreitet, Ausweglosigkeit und Gewissensbisse säht, weil sie einen hoffen lässt, es möge schnell vorbeigehen – und auch da: wie soll man es für den Rest seines Lebens mit seinem Gewissen vereinbaren, dass man beginnt, einem Menschen den Tod zu wünschen, der einem selbst das Leben geschenkt hat!