Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

Wieder zurück… 26. Juni 2010

…wohlgebräunt und in wetterangemessener Kluft mache ich mich auf, meinen ersten Einkauf im heimischen Gefilde zu tätigen.

Das Wochenende lädt mit Blick auf das Jahrhundertspiel am Sonntag zu Grill und Bier ein, nach stundenlanger Reise und traurigem Empfang des leeren Kühlschrankes, muss also erstmal einiges getan werden, für unser Glück.

Ich schwebe mit Schmunzeln im Blick durch die Gänge des Lieblingseinkaufsetablissements, fliege auf einer Restwelle Urlaubsentspannung herum, fühle mich dabei sehr weiblich und wohl in meiner Haut.

Meine Brüste heben und senken sich, nackte Beine haben endlich ihren Weg in kurze Hosen gefunden, ich geniesse die Sonne, die Luft, das besondere Licht, das der Sommer mit sich bringt, bin völlig euphorisiert und meine Mundwinkel sind wie festgetackert nach oben geschoben.

Während ich den Mann am „Bellini – Verkostungs – Stand“ strahlend bezirce und das süsse Zeugs in Flirtlaune in mich reinsüffle, bemerke ich, wie er das nächste Glas völlig verwirrt umwirft.

Ich schiebe das auf meine betörende Ausstrahlung und schwimme weiter auf meiner Endorphinwelle.

Meine Einkäufe verlade ich ins Auto, strahle dabei einen anderen Mann an, der gerade sein Fahrrad aus dem Ständer schiebt und mich verwundert anblickt. Meine Güte, bin ich heute gut drauf und die Leute fliegen auf mich, das ist wirklich toll.

Ich steige ins Auto, stecke den Schlüssel ins Schloss, grinse und bade in meinen Flirterfolgen, während ich aus dem Augenwinkel bemerke, dass der Mann mit dem Fahrrad gerade im Begriff ist, wild fuchtelnd von seinem Drahtesel zu fallen. Ein bisschen erschrocken bin ich schon, aber für Sekundenbruchteile überwiegt die Freude über meine weibliche Kraft.

Der Mann lässt sein Fahrrad fallen und läuft weiter winkend ein paar Schritte hinter mir her – in diesem Moment bemerke ich, wie die Schale Erdbeeren während der Fahrt von  meinem Autodach fällt….

(Loch tu Dich auf…)

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Meine Güte!!! 23. Mai 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 7:41 am
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Gestern während der letzten Feiertagseinkäufe.
Endlich habe ich alles zusammengetragen, was garnicht so einfach war, da offenbar die halbe Stadt noch eben mal schnell ein paar Hamsterkäufe tätigen musste, so dass das Ganze eher einem Hindernislauf glich.
Als ich mich dann schliesslich in die Kassenschlange eingereiht hatte, fügte sich dann unmittelbar hinter mir eine nett aussehende Familie, Vater, Mutter, Kind ein.
Das Kind weinte still vor sich hin und schnüffelte immer wieder mal dazu.

„Ach ja“, sprach die Mutter, in einem Tonfall, der mich zu aggressiven Höchstleistungen anspornt,
„Du bist ja so ein armes Kind, und Du hast so gemeine Eltern, die Dich immer mitnehmen und Dir dann niee was kaufen“
drehte den Kopf in Richtung der wartenden Menschen und redete zu einem nicht interessierten Publikum:
„Einkaufen mit Kindern macht ja sooo Spass. Erst wollen sie nicht in den Einkaufswagen sitzen, dann passt es ihnen nicht, was man in den Wagen reinlegt, dann kreischen sie, weil man ihnen keine Schokolade kauft, hören für den Rest des Einkaufs nicht mehr auf zu heulen und nerven damit nicht nur ihre lieben Eltern, sondern damit es sich richtig lohnt, gleich alle Menschen!“ – beifallheischender Blick in die Menge (ich bin ein harmoniesüchtiger Mensch, aber ich kanns nicht ändern, ich hätte ihr gerne ein paar verpasst!!)

An das Kind gewandt: „es interessiert Dich nicht, das ist mir schon bewusst, aber weisst Du, Du störst mit Deinem Geheule die anderen Leute!!!“ (das Kind, ein vielleicht 3 jähriges Mädchen, war quasi nicht zu hören)

Wieder zurück an die Allgemeinheit gerichtet:“Aber man kann sie ja auch schlecht zu Hause lassen und alleine einkaufen gehen, also was soll man machen, irgendwie muss man es halt aushalten, auch wenn es wirklich unglaublich an den Nerven zerrt. Schlimm ist nur, dass eben auch alle anderen mit einbezogen werden und das nervige Geheule mitanhören müssen.“ Sie hörte und hörte nicht auf zu labern.

In der Zwischenzeit hatte sich die Schlange so weit vorgeschoben, dass ich an der Reihe war, und der Wunsch zu flüchten, übermächtig.
Konfrontationskurs ist nicht so meins, aber bis ich dann wirklich gezahlt hatte, war ich so rasend, dass ich mich, unmittelbar bevor ich meinen Wagen endlich nach draussen schieben durfte, umdrehte und im gleichen nervtötenden Tonfall mit falschem Lächeln auf den Lippen sagte:“ wissen Sie, die Einzige, die hier so RICHTIG genervt hat, waren Sie und nicht ihr armes Kind!“

Und weg – hargghhhllllrrrrr

 

Gedankenfetzen 18. Mai 2010

„Schaut mal Mamasitos, dort vorne läuft die Polizei und hat ganz viele Hunde dabei!“

„Die wollen sich die Hunde bestimmt kaufen, Mama!“

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„Ist der Fisch ganz frisch aus dem Meer gekommen, Mama?“

„Ja“

„Dann hat der bestimmt die Ölpest!“

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10 Gläser Erdbeer / Rhabarber / Pfefferminzmarmelade eingekocht, 1 schon gegessen seit gestern, 1 verschenkt, morgen verschenke ich nochmal 2, dann kann ich gleich wieder anfangen einzukochen

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Ein Mädchen aus dem Kindergarten im Auto mitgenommen, zu Hause abgesetzt, an der Tür kurz „hallo“ gesagt, hinein und an den gedeckten Tisch gebeten worden – die Mama hatte für mich mitgedeckt und mitgekocht – soo nett!!

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Toll, wenn man dann anschliessend zu einer Freundin zum Kindertreffen geht und dort völlig unerwartet einen liebevoll gedeckten Tisch inclusive riesigem Teller voller verschiedenster Tortenstücke drauf vorfindet.

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Fazit: heute war ein gefrässiger schöner Tag!!!

 

Hanni und Nanni 15. Mai 2010

Filed under: Hey there — palmenstrand @ 10:42 am
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Schon als kleines Mädchen habe ich jedes Buch, das ich finden konnte, verschlungen. Meine Schwester habe ich in den Wahnsinn getrieben, weil ich auch vor ihren Regalen nicht halt machen konnte.
Angefangen habe ich mit den Jungmädchenbüchern einer Mutter. Pucki, Bummi, Bärbel, Dreimäderlhaus und wie sie alle hiessen.
Keine Ahnung, warum sie Enid Blyton vor mir versteckt hielt, meine Mutter wollte auf jeden Fall nicht, dass ich ihre Bücher las, was ich schliesslich mit dankenswerter Unterstützung der Pfarrbibliothek umgehen konnte.

Mit Enid Blyton tauchte ich in die Welt der Internate, lebenslanger Freundschaft und Schülerstreiche ein – ich liebte sie, nahm sie mir zum Vorbild und nichts schien mir erstrebenswerter, als auch in einem Internat zu leben.
Nachdem meine Eltern nicht bereit waren, mich ziehen zu lassen, sah ich mich gezwungen Internatsfeeling in meine Schule zu bringen.
Furzkissen und Stinkbomben gingen in meinen Besitz über und trieben vor allem meinen Musiklehrer schier in den Wahnsinn.
Einmal zerbrachen wir während seines Unterrichts gleich zwei Stinkbomben, eine vorne und eine hinten, so dass Klasse und Pädagoge innerhalb kürzester Zeit vom Gestank fauler Eier umhüllt wurden und schier daran erstickten.
Als Michael aus der Bank schräg vor mir auf dem run Weg aus dem Klassenzimmer über Christians Schultasche kotzte, wurde der Musiksaal geräumt und über mehrere Tage nicht mehr für den Unterricht zur Verfügung gestellt.
Alle Versuche des Kollegiums hinter die Identität des Übeltäters zu kommen, blieben glücklicher Weise erfolglos.

Wenige Wochen nach diesem Vorfall hatte ich, wie schon Hanni und Nanni vor mir, die glorreiche Idee, wir könnten einfach so tun, als würde es wieder stinken. Alle müssten sich die Nase zu halten, nach Luft fächeln, röcheln und so tun als wären sie dem Erstickungstod nahe – natürlich sollte wieder der ungeliebte Musiklehrer das Opfer sein.

Kaum hatte die Stunde begonnen, fingen die ersten an zu niessen, wedelten hysterisch mit den Händen, schauten hilfesuchend zum Fenster und husteten dramatisch.
Die andauernden Würgegeräusche brachten das Fass schliesslich zum Überlaufen.
Der Musiklehrer warf sein Lehrbuch mit einem Aufschrei zu Boden, stampfte mit den Füssen auf und brüllte, sich mit beiden Händen die Haare raufend:“JETZT REICHT ES MIR ABER, DAS LASSE ICH MIR NICHT GEFALLEN!!! IHR BLEIBT JETZT SO LANGE IN EUREM GESTANK SITZEN, BIS ICH DEN DIREKTOR GEHOLT HABE, DAS HABT IHR JETZT DAVON!!!!!“ – rannte aus dem Musikraum und knallte die Tür hinter sich ins Schloss.

Wir lagen auf dem Boden vor Lachen.

Als der gepeinigte Musikpädagoge wenig später mit dem Direktor und dessen Sekretärin im Schlepptau wieder auf der Bühne erschien, sassen wir mit grossen Augen brav in unseren Bänken.
Der Direktor lief durch die Reihen, schnupperte, fächelte, schnupperte nochmal, fächelte wieder, um dann schulterzuckend an unseren Lehrer gewandt zu sagen:“ich kann garnichts riechen, sind Sie sicher, dass das hier war?!?“

Die Stunde endete und mir kam es vor, als wäre ich nun für immer in den Kreis von Hanni, Nanni, Dolly und all den anderen aufgenommen.

Das war umso wichtiger, als aufgrund meiner Streiche fortan kaum ein Kind mehr mit mir spielen durfte,…

 

Überraschung!! 12. Mai 2010

„Papi, wir haben Dir heute im Kindergarten eine Übraschung gemacht, wir haben Dir was gebacken, weil morgen ist Vatertag, weisst Du, Papi?!!!“

(die Mutter macht hinter dem Rücken der besseren Hälfte wilde Handbewegungen, fuchtelt, macht „psst“ und fuchtelt noch ein bisschen wilder)

(der Vater grinst mutwillig, sieht seine Chance und sagt:)

„Mein liebes Kind, nun sage mir doch, WAS ist denn die Überraschung und WO habt Ihr sie versteckt??“

(das Kind lächelt weise mit „ha, und Du glaubst, ich merk nicht, dass Du mich aushorchst, aber ich sag Dir nichts Blick“ und spricht:)

„Wir haben das im Auto versteckt, damit Du es nicht siehst – aber ich sags Dir nicht was, ist nämlich eine Übraschung!!!“

Ich könnte sie gerade fressen und bin so dankbar für diese Stilblüten, zu mehr fehlt mir momentan die Kraft – auch wenn mir das zugegeben, wieder ein bisschen davon zurückgibt – einen Tropfen ins Meer…

 

ALLES ALLES ALLES ALLES LIEBE…. 9. Mai 2010

Filed under: Hey there,love it,Schallalalala — palmenstrand @ 7:55 am
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… allen Mamas, Omas, Uromas, Hunde- & Katzenmamas (o.ä.) und solchen, die es werden wollen!

Ich bin heute morgen reich beschenkt worden, mit selbstgemalten Leinwänden, Pralinen, Wellnessbädern und einem liebevoll gedeckten Frühstückstisch.
Draussen scheint die Sonne, wenns so bleibt, lege ich mich um die Mittagszeit mal ne Stunde in die Sonne und werde mich so richtig auf diesem Tag ausruhen 😉

EIN „offzieller“ Muttertag im Jahr ist so ne Sache, aber ich nehme mir den, kralle ihn, halte ihn fest, setze mich auf meinen von der Gesellschaft dargebotenen Thron und ze  le  brie  re !!!

Euch allen wünsche ich von Herzen auch einen wunderschönen Tag, Innehalten, viel Liebe, Zeit mit Euren Familien –

und auch oder gerade weil es „offiziell“ nur einen Muttertag gibt, das Bewusstsein,

dass Ihr immer und jeden Tag etwas ganz Besonderes und Tolles vollbringt und seid!!

Alles Liebe und viele Grüsse

 

Hochzeitstag 6. Mai 2010

Heute Hochzeitstag und daher Hetzehetze da, Hetzehetze dort, dazwischen Friseur und Schön machen, dann Mamasitos zu den Großeltern bringen und dann mit der besseren Hälfte einen schönen gemeinsamen Abend in einem sehr leckeren Restaurant verbringen. Ich freue mich!

Einen wunderschönen Tag auch allen, die heute nichts zu feiern haben! Herzlichste Grüsse

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