Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

Ich bin schlecht! 23. Februar 2011

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 8:40 am
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Bin ichs wirklich, oder ist das, was mir durch den Kopf geht nur menschlich?

Seit vielen Jahren habe ich eine Freundin, die aus sehr wohlhabendem Hause stammt. Das ich es nicht in dem Ausmasse war (wohlhabend) hat unserer Freundschaft keinen Abbruch getan, aber es war schon immer zumindest beeindruckend zu sehen, was sie alles hatte. Das neueste schickeste Auto, die stylischsten Klamotten, Schmuck, Frisuren, Handys, Zimmereinrichtung, Urlaubsorte – immer alles schick und teuer – und mal eben ein Wochenende nach London zum Shoppen, war auch ganz normal. (ich habe mir dann die Reiseberichte angehört)

Das ging irgendwie immer so weiter. Sie hatte einen stylischen Job, einen im öffentlichen Leben stehenden Mann, Berühmtheiten an ihrer Seite und und und.

Jetzt hat sie ein cooles Haus, einen tollen neuen Mann und ein entzückendes Kind – und ich gönne ihr das alles von Herzen, denn auch wenn sich das nach dieser Aufzählung nicht so anhört, sie hat es ganz schön schwer gehabt, gesundheitlich – und darauf kommt es ja eigentlich tatsächlich an – wie meine Mutter so unfassbar gemein sagte: da hat auch das ganze Geld nicht geholfen… (zum Kotzen!!) – also ja, wie gesagt, wir sind Freundinnen, schon lange, und wir haben uns wirklich wirklich wirklich richtig gern.

Gestern hat sie mir erzählt, dass sie zum Geburtstag eine digitale Spiegelreflexkamera bekommt – dann hat sie mir das Modell genannt – und für einen kleinen, klitzekleinen Bruchteil einer Sekunde hatte ich ein Triumphgefühl – denn ich habe mir auch gerade eine gekauft, und zwar ein höher wertiges, besser ausgestattetes Modell, die tollste Kamera überhaupt (…)

Und so schnell das minikleine Triumphgefühl kam – so schnell war es auch wieder weg und jetzt schäme ich mich fast für meine Gedanken…

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Song of the day 9. Juni 2010

Die letzten Wochen haben ganz schöne Spuren hinterlassen. Für uns alle.

Die komplette Familie ist ramdösig und selbst das bessere Wetter hilft nicht über unseren dringenden Urlaubsbedarf hinweg.

Last minute ist eine wunderbare Sache, und so haben wir uns spontan entschieden, ein paar Tage zu verreisen.

Das nächstwärmere Urlaubsland liegt nur wenige Stunden entfernt, in wenigen Stunden geht es los, hach, hach, das geht jetzt alles ganz ganz schnell!!

Ich kanns noch garnicht so richtig glauben, unsere auf Hochtouren arbeitende Waschmaschine, die mal eben noch schnell die passende Garderobe zur Verfügung stellt, und dafür sorgt, dass wir alle zwischen Taschen und Wäschebergen hin und her hasten, belehrt mich eines besseren und HACH

ich freue mich, freue mich, freue mich auf das Glässchen Rotwein, das ich mir heute abend gönnen werde!

Fröhlich in die Runde wink‘

 

Notiere: 26. Mai 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 5:41 pm
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– Sonnenbrand auf der Kopfhaut tut weh

– Zwei Chilischoten extrascharf im Mangold sind mindestens 1,5 zu viel

– Sonnenbrand auf der Kopfhaut tut weh

– Kinder die sich gegenseitig die Ruderbootpaddel auf den Kopf hauen, tragen Ei auf der Stirn

– Sonnenbrand auf der Kopfhaut tut weh

– morgens in aller Herrgottsfrühe die Blumen wässern ist überflüssig, wenn Regenwolken über dem Haus hängen

– ich sollte ab jetzt immer einen Sonnenhut tragen…

 

Ravioli aus der Dose 19. Mai 2010

Ravioli aus der Dose, bei mir hat die Nostalgiewelle voll eingeschlagen.
Heute morgen war ich einkaufen, schwebe so durch die Supermarktregale und möchte eigentlich nur Tomaten in der Dose kaufen, eines der wenigen Lebensmittel, die bei uns aus der Konserve kommen, und da standen sie:
Ravioli!!

Wie im Sog wurde ich zum Regal hingezogen, „kauf mich, kauf mich“ schienen sie zu schreien!!
„Erinnere Dich an Deine Kindheit, erinnnere Dich an zahlreiche Campingurlaube mit Freundinnen, sei verrückt, fühl die Jugend, fühl die Freiheit…“

„Ach ja, Ihr habt ja so Recht!“ und dann habe ich, die sonst Ravioli selbst macht, weil sie nicht erträgt, nicht zu wissen, was da bei gekauften wirklich drin ist, ich, die über Tiefkühlpizza die Nase rümpft, weil die nie so frisch und lecker sein kann, wie selbst gemachte – und vor allem am Ende garkeinen echten Käse drauf hat, ich, die nach Möglichkeit nicht mal geforenen Spinat kauft, ich habe 3 Dosen Ravioli gekauft und dabei von einer Backe zur anderen gegrinst (…und aus allen Zwängen fliehn…)

Ich bin wirklich stolz auf mich!!!

Und jetzt alle:

Nachdem ich gerade nochmal über diesen Beitrag nachgedacht habe, stelle ich mir die Frage, wann es angefangen hat, dass ich mit angezogener Handbremse durchs Leben gehe?
Ich war noch nie ein sehr draufgängerischer Typ, habe abgewogen und mich dann aber durchaus auchmal für die riskante Variante entschieden, vieles ausprobiert, blöden Quatsch gemacht und eine Menge Spass dabei gehabt.
Konnte ich das, weil ich das Netz in Form meiner Eltern hatte?
Weil ich noch keine wirkliche Verantwortung getragen habe und daher wirklich eine andere Freiheit gelebt habe, als das heute möglich ist?
Gehört diese angezogene Handbremse zum Erwachsenenleben?
Wird man so, wenn man Verantwortung übernimmt?
Engt Verantwortung denn ein?
Sollte sie denn nicht eigentlich bereichern, beglücken, stolz machen und erfreuen?

Ich muss darüber jetzt ein bisschen grübeln – und in etwa 2 Stunden mache ich uns dann die Ravioli warm 😉

 

Immer Kind 7. April 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 7:15 am
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Ich kann mich zurück erinnern, dass meine Mutter, wenn sie keine Lust mehr auf eine Diskussion mit mir hatte, gleich um welches Thema es dabei ging, in ihrem Schlafzimmer verschwand, den Schlüssel von innen umdrehte und die Musik laut schaltete, damit sie mein Schreien und Bollern gegen die Tür nicht hören musste.

Dabei war es wie gesagt völlig unerheblich um welchen Disput oder einfaches Anliegen es dabei ging; den nachmittag bei einer Freundin zu verbringen, zu meiner Oma zu fahren, Fernseh zu schauen, …  – Ich endete mit meinem Bedürfnis vor einer verschlossenen Tür und war verzweifelt.

Die Despotin hatte gesprochen, rums, zu war die Tür, Thema erledigt und ich musste schauen, wie ich damit klar kam.

Die Wut wuchs und als ich im Teeniealter war, liess ich mir nicht mehr so einfach die Türe vor der Nase zuknallen.

Das letzte Mal, als sie es gemacht hatte, habe ich die Türe eingetreten.

Jetzt, wo ich alt und weise bin, unsere Wege sich ein wenig auseinander dividiert haben und ich in der grossen, schönen Stadt ordentlich entfernt lebe, hat sie es eingeführt, das Telefon einfach „aufzulegen“ wenn sie meint, ein Thema sei für sie beendet. Sie legt auf und beantwortet dann für etwa 48 Stunden keinen meiner Anrufe mehr. (die Ursache für das Auflegen wird im Übrigen nie wieder gestreift und wenn ich das tun sollte, erlebe ich das gleiche Spiel von vorne…)

Davon abgesehen dass ich dieses Verhalten für absolut unreif halte, ist es ausserdem grausam und beispielhaft für „wie man es nicht machen sollte“ und hat ausserdem massgeblich dazu beigetragen, dass ich nicht sonderlich konfliktfähig bin, bzw. mich bei Konflikten wie eine Schnecke in mein Haus zurückziehe und warte, bis er vorbei ist (falls ich überhaupt nochmal auftauche).

Ich frage mich, ob meine Scheu vor Menschen daher rührt, dass mir zu oft demonstriert wurde, dass ich und was ich zu sagen habe, nicht wichtig genug ist, um sich damit auseinander zu setzen.

Natürlich frage ich mich auch, was sie zu einem solchen Handeln veranlasst hat? Hilflosigkeit? Überforderung? Der Wunsch, mich zu demütigen? (will ich mir das bei meiner eigenen Mutter vorstellen?)

Und zu guter Letzt; wenn ich mir diese Fragen gestellt und beantwortet habe – wird mir das helfen, den Schmerz zu lindern, die Wut zu mindern und für den Rest der gemeinsamen Zeit so etwas wie Frieden zu empfinden?

 

Wenn ich nicht der Mensch wäre, der ich bin… 21. Februar 2010

Filed under: Stöckchen — palmenstrand @ 2:35 pm
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dann wäre ich gerne…..

…ein Monat: Mai – alles blüht, es beginnt stabil warm zu werden
…ein Wochentag: Donnerstag, das Wochenende steht unmittelbar bevor

…eine Tageszeit: Mittag, wenn die Sonne am höchsten steht

…ein Planet: die Erde, vielseitig, dabei einzigartig und wunderschön

…ein Meerestier: ein Wal, geheimnisvoll und wenn es mir stinkt, tauche ich ab
…eine Richtung: immer geradeaus
…eine Zahl: unendlich
…ein Kleidungsstück: Jeans
…ein Schmuckstück: ein Ring, kein Anfang, kein Ende
…eine Kosmetik:
ein Duft
…ein Blume oder eine Pflanze: Sonnenblume
…eine Flüssigkeit:
Wasser
…ein Baum: Birke
…ein Vogel: Condor
…ein Möbelstück:
eine Hollywoodschaukel, auf der manch einer romantische Momente verbringt
…ein Wetter: Sonnenschein und blauer Himmel
…ein mysthisches Wesen: eine gute Fee

…ein Tier: ein Löwe

…eine Farbe: rot
…ein Element: Feuer
…ein Auto: Geländejeep, wie die, die auf Safaris eingesetzt werden
…ein Lied: „If you want to sing out, sing out“ – Cat Stevens
…ein Film: Eine zuviel im Bett
…eine Filmfigur: Erin Brokovich
…eine Stimmung:
Freude
…ein Körperteil: Hände
…ein Gesichtsausdruck: schmunzeln
…ein Schulfach: Sport
…ein Gegenstand: ein Ball
…ein Wort: Glück
…ein Körpergefühl: Glück
…ein Knabbergebäck: Nachos gesalzen
…eine Sportart: Leichtathletik
…ein Getränk: weisse Traubensaftschorle
…eine Eissorte: kommt auf die Eisdiele an;Himbeer (mit Milchanteil) od. Vanille (aber nur echte)
…ein Märchen: 3 Nüsse für Aschenbrödel
…ein Spielzeug: Schaukel
…ein Land: Afrika