Palmenstrand's Blog

so fern und doch so nah

Was ist an diesem Bild falsch? 26. Oktober 2010

Filed under: Autsch!!,Hey there,Oups! — palmenstrand @ 7:21 am
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Mutter Palmenstrand bringt das grosse Mamasito zur Schule und stellt fest, dass kein Auto, keiner der Schulbusse, ergo kein Kind, kein Papa, keine Mama ausser mir da ist.

 

 

Äh, es ist Dienstag, Sportunterricht für die ganze Schule, in einer Sporthalle etwa 1km entfernt und wir haben kein Sportzeugs dabei, Unterrichtsbeginn in 5 Minuten, Weg nach Hause 15 Minuten eine Strecke….

Mutter hat das Chaos noch immer nicht abgelegt – grrrr, WAHNSINN, bin ich doof!!!

 

Familie heisst Probleme haben 21. Oktober 2010

Filed under: Hey there,Schallalalala — palmenstrand @ 7:43 am
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Diesen Satz, der so in etwa der Titel eines Buches sein soll, hat mir meine Therapeutin mit auf den Weg gegeben und er geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

Ich habe seit meiner Schwangerschaft immer versucht „das Beste“ für mein Kind, bzw. meine Kinder zu tun.

Dabei war es mir wichtig, mich mit meiner eigenen Erziehung auseinander zu setzen, bewusst Dinge anders zu machen oder einige wenige sogar zu übernehmen. Ich habe Bücher gewälzt, ganz gängige, aber vor allem dann irgendwann ganz besondere, wunderbare…Juuls, Largo, Liedloff,…

Ich wollte meine Kinder respektieren, liebevoll mit ihnen umgehen, sie in ihrem Sein unterstützen und vor allem jederzeit gewaltfrei kommunizieren (gewaltfrei ist ohnehin klar, aber eben auch in der Kommunikation und das ist manchmal wesentlich schwerer einzuhalten) – harmonisch sollte es sein, wir alle eine grosse, glückliche Familie. Gemeinsam lachen, spielen, fröhlich sein, uns bedingungslos lieben und ein wunderbares, erfülltes, traumschönes Leben führen.

Nicht zuletzt weil wir eben nicht rund um die Uhr, eine zwar grosse, aber nicht permanent glückliche Familie sind, habe ich mich dann von Beginn an, also quasi mit der Geburt des ersten Mamasitos permantent unter Stress gesetzt.

Dass die Dinge nicht immer rund laufen, ist selbst mir Romantikerin klar, aber ich hatte so eine ganz konkrete Vorstellung von „wie ich mir meine Traumfamilie denke“ und sobald vor allem meine Mamasitos von diesem Ideal abgewichen sind, bin ich unter Streß geraten. Die liebevolle, pädagogisch wertvolle Mama, die ich so gerne sein möchte, hat auf einmal angefangen zu brüllen, war ratlos, verzweifelt und hatte Gefühle von „ich würde Dich jetzt am liebsten an die Wand werfen“!

Dass ich diese Gefühle hatte und habe, löst bei mir    s o f o r t    und zwar just in dem Moment, in dem sie hochkommen, ein schlechtes Gewissen aus, denn natürlich widersprechen sie all dem, was ich mir so in meinen idealisierten Träumen vorgestellt hatte.

Ich glaube, ich bin nicht die Einzige, die dieses Problem hat, im Gespräch mit einer anderen Kindergartenmama ist mir dieser Tage aufgegangen, dass es ihr ähnlich geht und dass dieser Druck vor allem dann besonders groß ist, wenn sie mit ihren Kindern anderswo ist. Es sei, als ob sie sich und ihre Familie dann aus den Augen der anderen sähe und unmittelbar nimmt sie jede nicht perfekte Kleinigkeit sofort als Makel wahr und fühlt sich schlecht, wird hysterisch, versucht die Kinder in die gewünschte Form zu pressen, das geht natürlich schief und am Ende fahren alle völlig gestresst nach Hause. Meine Güte, wie gut kenne ich solche Situationen.

Fast undenkbar zu glauben, dass ich erst durch diesen einen Satz „Familie heisst Probleme haben“ eine Art Legitimation gefunden habe, für alles, was nicht rund läuft.

Wir sind Eltern, deren Herkunft unterschiedlicher kaum sein könnte, das alleine schafft trotz aller Liebe und Verbundenheit immer wieder Reibungspunkte – natürlich ist das so – unsere Kinder sind eigenständige Menschen, die auch unterschiedlich fühlen und denken – natürlich ist auch das so (obwohl oder gerade weil sie unsere Kinder sind) – so viele Menschen auf einen Haufen, das KANN eigentlich ganz natürlicher Weise nicht immer wunderbar sonnig, harmonisch, glücklich und traumschön sein – das wirklich zu verinnerlichen, daraus Kraft und Ruhe zu schöpfen, und in Momenten an denen ich sonst verkrampfen würde mein inneres „oooohhhhhhmmmmmmm“ herauszukramen, wird in den kommenden Tagen, Wochen, Monaten, Jahren…. verstärkt meine Aufgabe sein. Und dann wird alles gut!

 

Gedankenwolke 20. September 2010

Filed under: Hey there,Oups! — palmenstrand @ 8:26 am
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Familienbesuch anlässlich Einschulung einigermassen entspannt über die Bühne gebracht, viel rumgefahren, ein Besuch in der Großstadt verwirrt offenbar immer einigermassen und da ich ja gewohnheitsmässig als Chauffeur parat stehe, so denn auch diesmal – ach und die Flecken auf den Küchenfliessen befinden sich dort nicht, wie seitens meiner Verwandtschaft bereits seit Jahren angenommen, weil sich der Dreck festgetreten hat, sondern weil die Fliessen abgeplatzt sind und unter dem Fliessenlack dunkelgrauschwarze Macken zum Vorschein kamen (danke übrigens für diese Schublade!) – Einschulung, jaja, Einschulung, wir werden sehen, wie es sich entwickelt – ein grosser Schritt, für das Mamasitokind, für uns alle, für mich schon auch ganz besonders – Flohmarktkauf am Wochenende, Hosen, Oberteile, Hausschuhe, Bücher, Spielsachen für die Mamasitos (viele Mamasitos = grosser Einkauf!!) und eine Sonnenbrille für mich – oh und ich habe neue Schuhe – 80 Jahre Retrostiefel mit Schnallen und Nieten und so – und damit fühle ich mich so hip!! Mann, bin ich hip! (Schreibt man hip mit einem oder zwei „p“?) – erstes Fussballmannschaftsauswärtsspiel eines Mamasitos:“ RAAAAN, RAAAAN, an grei fen!!!, looooos, lauf voooooor!!!!! Jaaaaaaa!!!!“ Äh, ja, 1: 10 verloren…

Es kam wie es kommen musste – die vergangenen zwei Wochen waren schon wieder zu viel und gestern mittag lag ich dann ab 16.00 Uhr im Bett, Schotten dicht, Ruhe, Ruhe, Ruhe und nichts mehr sehen und nichts mehr hören.
Heute gehts wieder, nichts desto Trotz erschreckt es mich schon, dass so nette, ganz gewöhnliche Dinge, so an meine Substanz gehen können und ich anschliessend dermassen ruhebedürftig bin…
So und jetzt ist Montag, eine Fuhre Schule, eine Fuhre Kindergarten, jetzt mache ichs mir gemütlich und atme mal tieeeeef durch! Einen guten Start in die neue Woche!!!

 

Kinder sind grausam 4. Juli 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 9:23 am
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Ich liebe meinen Garten, meine Terrasse ist mit mediterranen Büschen, Pflanzen und Kräutern aller Art bestückt und es gibt für mich im Sommer nichts schöneres, als immer wieder an den unterschiedlichen Obstbüschen und Bäumen nach kleinen Leckereien zu suchen und davon zu naschen.

Ich habe ein kleines Apfelbäumchen, das mir im vergangenen Jahr 3 Äpfel geschenkt hat, was mich ungeheuer stolz gemacht hat, denn der Baum ist so noch garnicht zu bezeichnen, war er doch beim Kauf nicht höher als 1,20. In diesem Jahr überragt er mich schon um einige Zentimeter und im Frühjahr hatte er so viele Blüten, dass ich jedes Mal, wenn ich an ihm vorbei gegangen bin, ganz glücklich war.

Leider wurde er von Spinnenmilben befallen und Blüte um Blüte fiel, kein Apfel wollte daraus wachsen. Wie ein HB – Männchen habe ich mir alle biologischen Tricks und Kniffe einfallen lassen, um gegen das Ungeziefer vorzurücken, um doch noch eine Frucht zu retten. Gekämpft habe ich, geschimpft mit den Viechern, das helfende Rapsölspray wie eine Waffe auf alle Schädlinge gerichtet und „nimm das“ gezischt.
Ein einziger hat es dann doch auf den Weg geschafft und immer wenn ich zu meinem Bäumchen gegangen bin, habe ich mich über und auf diesen einen kleinen Apfel gefreut, der nun schon zu stattlicher Grösse gewachsen war.

Gerade eben hat ihn das kleinste Mamasitokind abgerissen – einfach so „guck mal Papa, was ich hier habe“, der Papa sprach „oh nein“ ich ahnte schon das Schlimmste, als ich dazu kam – es wird wohl keinen Apfelkuchen für Sie alle geben, in diesem Jahr.

Vielleicht ist das lächerlich, aber ich bin gerade richtig, richtig, richtig, richtig traurig!

 

Licht aus, Spot an… 21. Juni 2010

Filed under: Hey there,Song of the day — palmenstrand @ 8:00 am
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.. in unserem Urlaubsetablissement gibt es eine Kinderdisco, die jeden Abend über uns hereinbricht und die kids dazu bringt, extatisch mit den Armen zu wedeln, hin und her zu hüpfen, mit dem Bobbes zu wackeln, zu schreien und jauchzen.

Während wir, dem Hörsturz nahe, auf das baldige Ende der Veranstaltung hoffen, winken uns die Kinder immer wieder mit beseeltem glücklichem Strahleblick zu und lachen sich ob der albernen Scherze, die die Kinderanimateure auf der Bühne darbieten, schief.

Alles bestens also 🙂

Bis zu unserer Rückkehr nun die TOP 5 der hiesigen Ferienhits, die uns fortan, also dann nach unserem Urlaub mit Sicherheit begleiten werden.

NR 5.  vor allem von Minimamasito sehr geliebt:

 

Freundschaft – oder – auch da kenne ich nun meinen Platz 4. Juni 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 7:18 am
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Gerade eben habe ich in einem Nebensatz von einer meiner besten Freundinnen, noch aus Kindertagen, erfahren, dass eine andere Freundin, die wegen ihrer überstandenen Krebserkrankung lange dachte, sie könne keine Kinder bekommen, mittlerweile im 6.Monat schwanger ist. Der Freundin wurde es persönlich gesagt. Offiziell mitgeteilt, voller Freude, nachdem die ersten 3 Monate abgewartet wurden. Wir waren eng befreundet, Trauzeuginnen, Taufpatinnen – in anderen Städten lebend, aber immer im Herzen beieinander (dachte ich).

So sehr ich mich freue, so glücklich ich bin, dass dieses Kind zu ihr wollte und sie nach allem durch das sie durch musste nun doch erleben darf, was es heisst, Mama zu sein – die Enttäuschung über die Verletzung, dass sie es mir nicht gesagt hat, überwiegt.

Ich bin gerade traurig, so traurig.

Vielleicht ist es egoistisch, dass diese Traurigkeit und Verletztheit in einem Moment der Freude überwiegt, aber ich kann nicht anders.

 

Tag der vermissten Kinder 27. Mai 2010

Filed under: Autsch!! — palmenstrand @ 7:00 am
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Der Herr von Kasse 4 hat gestern auf ein sehr wichtiges und sehr bewegendes